Frauen Frauenquote in Aufsichtsräten «ultima ratio»

Düsseldorf. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will das Aufrücken von Frauen in Führungspositionen fördern, seht eine Quote aber nur als letzten Ausweg.
16.04.2010, 11:10
Lesedauer: 1 Min
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Düsseldorf. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will das Aufrücken von Frauen in Führungspositionen fördern, seht eine Quote aber nur als letzten Ausweg.

«Ich will eine Veröffentlichungspflicht einführen, die zeigt, wie viele Frauen in dem jeweiligen Unternehmen in Führungspositionen arbeiten», sagte sie der «Rheinischen Post» (Freitag). Eine Quote für Frauen in Aufsichtsräten sei die «ultima ratio». Schröder fügte hinzu: «Ich schließe eine Quote in Aufsichtsräten nicht aus.»

Öffentliche Rankings würden «die Unternehmen unter Druck setzen, Frauen zu fördern und familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu bieten». Davon verspreche sie sich eine deutlich bessere Beteiligung von Frauen in Führungspositionen, betonte die Ministerin.

Die Grünen halten die freiwillige Selbstverpflichtung der Privatwirtschaft zur Beseitigung der Ungleichheit zwischen Männern und Frauen für gescheitert und fordern eine gesetzliche Regelung. «Von Gleichstellung in der Privatwirtschaft sind wir noch meilenweit entfernt», begründeten Parteichefin Claudia Roth, Bundesvorstands- Mitglied Astrid Rothe-Beinlich und die Spitzenkandidatin für die Wahl in Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, in einer «Handelsblatt Online» vorliegenden Erklärung zur Bundesfrauenkonferenz am Wochenende in Bonn.

«Deshalb streiten wir im Bund und in NRW gleichermaßen für eine Frauenquote von 50 Prozent in den Aufsichtsräten, um die gläserne Decke endlich zu durchbrechen», heißt es in dem Papier. Das gelte auch für die Hochschulen, betonten die Grünen-Politikerinnen. (dpa)

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