Neun-Euro-Ticket Kein Verständis für langwierige Verhandlungen

Ein Nachfolger des Neun-Euro-Tickets soll kommen. Doch über die konkrete Finanzierung streiten sich Bund und Länder weiterhin. Es braucht mehr Klarheit, meint Judith Kögler.
19.09.2022, 21:18
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Kein Verständis für langwierige Verhandlungen
Von Judith Kögler

Jetzt steht fest, dass noch nichts richtig feststeht. Aus den Beratungen der Verkehrsminister von Bund und Ländern zum Neun-Euro-Ticket-Nachfolger ist außer Symbolkraft nichts Handfestes hervorgegangen: kein konkretes Ticketmodell, kein konkreter Preis, keine konkreten Finanzierungsvorschläge. Dabei wäre das angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten nötig gewesen.

Immerhin: Man wolle über Parteigrenzen hinweg einen Weg finden, um eine günstige Fortsetzung möglich zu machen, hieß es erneut. Doch Faktum ist: Um die Finanzierung wird auch weiterhin gestritten. Von einer Annäherung kann also keine Rede sein.

Das lässt jene Menschen ratlos zurück, die auf ein Nachfolgemodell als Entlastung angewiesen sind. Stattdessen wurde eine Einigung auf Oktober vertagt, es wird weiter gepokert. Die Öffentlichkeit will Klarheit. Wenn es dem Bund und den Ländern ernst ist, sollten langwierige Verhandlungen überflüssig sein. Auch wenn das heißt, dass sie tiefer in die Tasche greifen müssen.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Zur Newsletter-Übersicht