"False Balance" Wenn Ausgewogenheit zum Problem gemacht wird

Nicht erst seit Corona wird einigen Medien eine "False Balance" (falsche Ausgewogenheit) vorgeworfen. Das Instrument dient häufig dazu, unerwünschte Meinungen auszuschließen, meint Ben Zimmermann.
08.01.2022, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Wenn Ausgewogenheit zum Problem gemacht wird
Von Ben Zimmermann

Soll jemand, der die Erde für eine Scheibe hält, medial den gleichen Platz bekommen wie derjenige, für den sie rund ist? Und sollen, um ein aktuelles Thema zu nehmen, Corona-Leugner bei "Anne Will" gleichberechtigt neben Virologen sitzen? Ganz sicher nicht, weshalb die Ablehnung von "False Balance", also falscher Balance zwischen wissenschaftlich ungleichwertigen Standpunkten, eigentlich ein überzeugender Ansatz ist. Die Betonung liegt in diesem Fall auf "eigentlich", denn in der gegenwärtigen Debatte wird der Vorwurf der "False Balance" immer mehr zu einer Waffe, die recht schnell gezückt wird. Mitunter zu schnell.

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