Corona-Pandemie Lehrergewerkschaft warnt vor Schulschließungen

Der Lehrkräftemangel macht Deutschlands Schulen bereits jetzt schwer zu schaffen. Doch was passiert im Falle einer neuen massiven Corona-Welle? Bildungsgewerkschaften sehen schwarz.
26.09.2022, 09:21
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Bildungsgewerkschaften warnen vor Unterrichtsausfällen oder sogar Schulschließungen, falls in einer möglichen neuen Corona-Welle viele Lehrerinnen und Lehrer erkranken. Der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): „Wenn der Schutz und damit die Gesundheit der Lehrkräfte nicht hinreichend beachtet wird, werden die Schulschließungen vor dem Hintergrund des bereits ohnehin schon dramatischen Personalmangels, bei entsprechendem Krankenstand von ganz allein kommen.“

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, sagte dem RND: „Sollte es wieder zu deutlich mehr Krankheitsfällen bei den Beschäftigten an Schulen und Kitas kommen, wird es wegen des ohnehin herrschenden Lehrkräftemangels zu noch mehr Unterrichtsausfall kommen.“ Krankheitsbedingte Lücken wären nicht mehr zu kompensieren.

Der VEB-Vorsitzende Beckmann unterstrich, die Offenhaltung von Schulen und Kitas müsse oberste Priorität haben. „Besonders aus diesem Grund schauen wir mit Sorge auf den Umstand, dass das Infektionsschutzgesetz deutlich hinter unseren Erwartungen zurückbleibt.“

Das Infektionsschutzgesetz sieht für Herbst und Winter sehen vor, dass die Länder an Schulen und Kitas Corona-Tests vorschreiben können. Ab Klasse fünf sind auch Maskenpflichten in Schulen möglich, soweit dies „zur Aufrechterhaltung eines geregelten Präsenz-Unterrichtsbetriebs erforderlich ist“. Schulschließungen soll es als Corona-Schutzmaßnahme nicht mehr geben.

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