Arbeitsmarkt Regierung will Fachkräftemangel angehen

Meseberg. Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften wollen gemeinsam gegen den drohenden Fachkräftemangel angehen. Dazu soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die sich insbesondere mit den Problemen des demografischen Wandels befassen wird.
19.06.2010, 09:30
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Meseberg. Bundesregierung, Wirtschaft und Gewerkschaften wollen gemeinsam gegen den drohenden Fachkräftemangel angehen. Dazu soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die sich insbesondere mit den Problemen des demografischen Wandels befassen wird.

Dies ist eines der Ergebnisse eines sogenannten Zukunftsgesprächs von Regierung und Sozialpartnern am Freitag im Schloss Meseberg, 60 Kilometer nördlich von Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, grundsätzlich gehe es darum, dass Deutschland ein Wohlstandsland bleibe. Die bedeute, dass man sich dem starken internationalen Wettbewerb insbesondere auch mit Schwellenländern stellen müsse.

Deutschlands Innovationsfähigkeit müsse gesichert werden. Dazu sollen besonders junge innovative Firmen noch mehr finanziell gefördert werden.

Grundsätzliche Voraussetzung sei eine gute «Bildungslandschaft», die es auch ermögliche, den technologischen Vorsprung zu halten, sagten Merkel und BDI-Präsident Hans-Peter Keitel. Keitel forderte baldmöglichst erste konkrete Entscheidungen auf diesem Weg.

Dies alles sei aber ohne die Tarif- und Sozialpartner allein für die Regierung nicht zu leisten, erklärte die Kanzlerin im Gästehaus der Regierung. Es gehe darum, Antworten auf die großen Herausforderungen für Deutschland bis 2020 zu finden. Merkel hatte mehr als die Hälfte ihres Kabinetts und die Spitzen von Wirtschaft und Gewerkschaften zu diesem «Zukunftsgespräch» eingeladen.

FDP-Chef Guido Westerwelle betonte, die Politik müsse langfristiger denken und handeln. «Wir haben uns vorgenommen, dass die Politik nicht nur angelegt ist für eine kurze Zeit - für ein paar Monate oder für ein paar Jahre.» Die Teilnehmer bestätigten übereinstimmend, das Gespräch sei «ohne Konfrontation» verlaufen.

Die tagesaktuelle Kritik von Wirtschaft oder Gewerkschaften habe bei dem Treffen keine Rolle gespielt, bestätigte DGB-Chef Michael Sommer, der zuvor das schwarz-gelbe Sparpaket kritisiert hatte. Man habe über Zukunftsfragen geredet, ohne seine jeweiligen Positionen zu räumen. Deutschland habe an der einen oder anderen Stelle Schwierigkeiten, sagte Sommer. Aber es bestehe die Möglichkeit, sie zu meistern. (dpa)

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