"Reichsbürger"-Verschwörung Fürstenfamilie sieht sich unter Generalverdacht

Im Umfeld der Staatsstreichverdächtigen wird nun vieles gemutmaßt und manches auch öffentlich gesagt. Bei der Fürstenfamilie Reuß klingt das allerdings ganz anders als bei der AfD.
09.12.2022, 19:00
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Von Cornelie Barthelme

Am Abend des Tages, an dem „Schreckliches passiert“ ist, gibt Heinrich XIV. Fürst Reuß zu Köstritz ein Interview. Es ist unübersehbar ein bisschen improvisiert, der Fürst sieht müde aus, wie er in seinem Schloss Ernstbrunn in Niederösterreich in eine Kamera blickt, die zum Mitteldeutschen Rundfunk geschaltet ist. Das Schreckliche, von dem Heinrich XIV. spricht, ist die Verhaftung des Familienmitglieds, dessen Name seinem zum Verwechseln gleicht: Heinrich XIII. Prinz Reuß. Generalbundesanwalt Peter Frank verdächtigt den Prinzen mit Wohnsitzen in Frankfurt am Main und Bad Lobenstein in Ostthüringen, Kopf einer Gruppe rechtsextremer Verschwörer zu sein, die einen Staatsstreich planten. Bei einer Großrazzia wurden außer dem Prinzen 24 weitere mutmaßliche Putschisten festgenommen; alle sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

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