Personalien Sarrazin-Idee: Keine Hausaufgaben - kein Kindergeld

Wiesbaden. Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hat die Kürzung des Kindergelds vorgeschlagen, wenn Schüler ihre Hausaufgaben nicht machen.
10.03.2010, 18:50
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste

Wiesbaden. Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hat die Kürzung des Kindergelds vorgeschlagen, wenn Schüler ihre Hausaufgaben nicht machen.

«Zweimal Hausaufgaben nicht gemacht, Kindergeld um 50 Prozent gekürzt», sagte der für provokante Äußerungen bekannte Berliner Ex-Finanzsenator am Dienstagabend auf einer Diskussionsveranstaltung in Wiesbaden. «Was meinen Sie, was auf einmal die Hausaufgaben gemacht werden.»

Vor Beginn des Unterrichts solle kontrolliert werden, ob die Kinder die Hausaufgaben erledigt haben. «Und wenn sie sie nicht gemacht haben, werden die Eltern zitiert», sagte Sarrazin und forderte zugleich von den Lehrern die Vergabe von Hausaufgaben auch für das Wochenende.

Auf Einladung des hessischen Integrationsministers Jörg-Uwe Hahn (FDP) diskutierte Sarrazin über die Chancen und Grenzen von Integration. Dabei verteidigte er auch seine umstrittenen, von manchen als rassistisch verstandenen Äußerungen über Ausländer. «Ob das gelungen war oder nicht, es hat gewirkt», sagte der 65-Jährige.

In einem Interview hatte er unter anderem gesagt: «Eine große Zahl an Arabern und Türken (...) hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel.» Wegen dieser Aussagen läuft in der Berliner SPD ein Ausschlussverfahren gegen Sarrazin. Die Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen.

Die heftigen Reaktionen seien für ihn unerwartet gewesen, sagte Sarrazin. Wenn er sich die Wirkung anschaue, habe dies jedoch für die bundesweite Debatte etwas Positives. «Wenn man das dann einmal gemacht hat, darf man sich jetzt auch nicht wegducken.»  (dpa)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+