Umweltpolitiker Michael Thews

SPD: E-Scooter helfen der Umweltbilanz nicht

In einigen Städten rollen sie bereits vermehrt durch die Straßen: E-Scooter sind als Ergänzung zu ÖPNV und Auto gedacht. Die SPD kritisiert nun die Umweltbilanz.
28.08.2019, 07:04
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SPD: E-Scooter helfen der Umweltbilanz nicht

Elektrische Tretroller stehen beim E-Scooter Verleiher Tier zum Aufladen in einer Halle.

Oliver Berg/dpa

E-Scooter haben nach Einschätzung des SPD-Umweltpolitikers Michael Thews eine schlechte Umweltbilanz. „Mein erster Eindruck von der Nutzung der E-Scooter ist, dass sie für Strecken genutzt werden, die sonst zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zurückgelegt wurden. Ihren eigentlichen Zweck, die CO2-Bilanz zu verbessern, erfüllen sie also nicht“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag der Zeitung „Rheinische Post“ (Mittwoch). Stattdessen trete ein Entsorgungsproblem auf, sagte Thews: „Die E-Scooter müssen häufig schon nach wenigen Monaten als Elektroschrott entsorgt werden.“

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Im Verleih seien die Roller recht teuer und hätten ihren Anschaffungspreis daher nach wenigen Monaten eingespielt. „Mit Blick auf die Ökobilanz ist das nicht sinnvoll. Für defekte E-Scooter muss es dringend ein Reparatur- und Recyclingkonzept geben“, mahnte Thews an. Der Umweltpolitiker sieht noch ein weiteres Problem: Die Roller würden von den Verleihfirmen zum Aufladen der Akkus abends durch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor eingesammelt und morgens wieder an die Straßenecken gestellt. Er forderte stattdessen Ladestationen. (dpa)

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