Markus Lewe Städtetagspräsident besorgt wegen steigenden Gasverbrauchs

Städtetagspräsident Markus Lewe ist wegen des gestiegenen Gasverbrauchs besorgt. Er fordert, sich noch mehr einzuschränken. Gleichzeitig warnt er davor, die Menschen mit der Energiekrise zu überfordern.
03.10.2022, 09:15
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Der Deutsche Städtetag hat zu größeren Anstrengungen beim Energiesparen aufgerufen. „Mir macht Sorgen, wie stark bei den privaten Haushalten gerade der Gasverbrauch angestiegen ist“, sagte Städtetagspräsident Markus Lewe (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir alle müssen uns noch mehr einschränken – überall da, wo wir Energie verbrauchen. Und es sind die kleinen Dinge, die im Großen viel bewirken können: Auf Komfort zu verzichten, vor allem beim Heizen, ist viel wert.“

Lewe mahnte Bund und Länder vor den Gesprächen am Dienstag im Kanzleramt zur Geschlossenheit. Die Energiekrise dürfe die Menschen nicht überfordern. „Die Gaspreisbremse jetzt einzuführen, ist ohne Alternative und kommt gerade noch rechtzeitig“, sagte der Oberbürgermeister von Münster. „Sie muss jetzt sehr schnell klug konzipiert werden.“ Wenn private Haushalte einen Grundbedarf von 80 Prozent des Gas-Verbrauchs vergünstigt bekämen, bleibe der Spar-Anreiz bestehen.

Die Ampelkoalition hatte am Donnerstag einen neuen „Abwehrschirm“ von bis zu 200 Milliarden Euro angekündigt, um Verbraucher und Unternehmen wegen der steigenden Energiepreise zu stützen. Die umstrittene Gasumlage ist vom Tisch – dafür soll es eine Gaspreisbremse geben. Mindestens für einen Teil des Verbrauchs sollen die Preise so gedeckelt werden, dass private Haushalte und Firmen nicht überfordert sind. Was das genau bedeutet, ist aber noch offen. Eine Kommission soll bis Mitte Oktober Vorschläge machen. Bund und Länder beraten am Dienstag über Entlastungen in der Energiekrise.

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