Gesundheit Verbraucherschützer: Bei Arzthonoraren sparen

Osnabrück/Berlin. Die Verbraucherzentralen haben die Ausgabensteigerungen bei den Arzthonoraren scharf kritisiert. Der Gesundheitsexperte des Bundesverbandes, Stefan Etgeton, sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung»: «Die geplanten Einsparungen sind gerechtfertigt.»
16.09.2010, 18:00
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Osnabrück/Berlin. Die Verbraucherzentralen haben die Ausgabensteigerungen bei den Arzthonoraren scharf kritisiert. Der Gesundheitsexperte des Bundesverbandes, Stefan Etgeton, sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung»: «Die geplanten Einsparungen sind gerechtfertigt.»

Während der Wirtschaftskrise sei das Einkommen der Ärzte entgegen allen generellen Trends in der Lohnentwicklung überdurchschnittlich gestiegen. Neben den Krankenversicherten und Steuerzahlern müssten aber auch Ärzte und Krankenhäuser ihren Beitrag zu Einsparungen im Gesundheitssystem leisten, forderte Etgeton. Daher seien die Sparpläne der schwarz-gelben Koalition bei den Hausärzten richtig und die Proteste dagegen unverständlich.

Etgeton bekräftigte die Forderung der Verbraucherzentrale, für mehr Wettbewerb bei den Hausarzt-Verträgen zu sorgen. Derzeit müssen die Krankenkassen diese Verträge abschließen und mit dem Hausärzteverband darüber verhandeln. Dessen Monopol sollte gebrochen werden, verlangte der Gesundheitsexperte. Die bisherige Rechtskonstruktion sei problematisch und eine transparente Qualitätskontrolle nicht vorgesehen. Die Krankenkassen bräuchten mehr Gestaltungsfreiheit, «damit ein wirklicher Wettbewerb entsteht». (dpa)

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