Stadt war Ziel der Allierten Kampf um Bremen

Bremen. Bremen war schon immer ein großes Wirtschaftszentrum im Norden Deutschlands und deshalb vom Anfang bis zum Ende des Krieges ein militärisches Kriegsziel der Alliierten. Insgesamt wurden auf Bremen mehr als 25 000 Tonnen Bomben bei 173 Luftangriffen abgeworfen und die Stadt dadurch großflächig zerstört.
29.05.2017, 00:00
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Von Aus der Klasse 9b der Albert-Einstein-Oberschule in Osterholz von Selin Yavuz, Sude Yavuz, Beyzanur Elma, Hayriye Aydin, Lukas Gittner und Mohammed Fakhro

Bremen. Bremen war schon immer ein großes Wirtschaftszentrum im Norden Deutschlands und deshalb vom Anfang bis zum Ende des Krieges ein militärisches Kriegsziel der Alliierten. Insgesamt wurden auf Bremen mehr als 25 000 Tonnen Bomben bei 173 Luftangriffen abgeworfen und die Stadt dadurch großflächig zerstört.

Auf die Frage, warum Bremen als militärisches Ziel ausgewählt wurde, antwortete der Leiter des Kampfmittelräumdienstes Andreas Rippert, dass Bremen wichtige Kriegsbetriebe wie den U-Boot-Bau der AG Weser, die Focke-Wulf-Flugzeugwerke in Hastedt und Hemelingen, den Lokomotivenbau der AEG Aktiengesellschaft sowie die Panzer- und Autoproduktion bei Borgward hatte. Auch der U-Boot-Bunker Valentin galt als ein militärisches Ziel für die Alliierten. Dazu kam, dass Bremen schon damals ein Eisenbahnknoten war. Ziel der Angriffe waren außerdem die wichtigen Hafengebiete und der Flughafen.

Nach den über die Kriegsjahre andauernden Luftangriffen begann gegen Ende des Krieges ab dem 6. April 1945 der Angriff der Alliierten aus dem Bremer Umland auf Bremen. Der Angriff wurde vor allem von Briten und Kanadiern geführt. Einen Tag darauf, am 7. April, fanden die ersten Bodenangriffe am Bremer Stadtrand aus Richtung Achim in den Stadtteil Hemelingen statt.

Insgesamt starben bei den Luftangriffen und den Bodenkämpfen mehr als 4000 Menschen. Offiziell endete der Kampf in der Hansestadt am 27. April 1945 mit der Kapitulation Bremens.

Die folgenden Kampfmittel wurden von beiden Seiten, auch der deutschen Wehrmacht, bei diesen Bodenkämpfen eingesetzt: Handgranaten, Gewehrmunition, Phosphorbomben sowie Artillerie- und Panzergranaten. Ein Großteil der übrig gebliebenen Kampfmittel wurde in den Jahrzehnten nach dem Krieg bereits gefunden und entschärft. Allerdings gibt es immer wieder Munitionsfunde, sagt Sprengmeister Rippert. „Und damit gibt es für den Kampfmittelräumdienst Bremen noch auf Jahrzehnte
hinaus Entschärfungsarbeit.“

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