Kommentar zur Klimabilanz Durchwachsen

Trotz der Corona-Effekte in Wirtschaft und Verkehr fällt die Klimabilanz für 2020 durchwachsen aus. Deutschland muss an Tempo zulegen, wenn es seine Klimaziele tatsächlich erreichen will, meint Norbert Holst.
17.03.2021, 05:01
Lesedauer: 1 Min
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Durchwachsen
Von Norbert Holst

Auf den ersten Blick wirkt die Klimabilanz für 2020 ganz ordentlich. Ein Großteil der angepeilten Ziele wurde erreicht, die Kohlendioxid-Emissionen sind im Vergleich zu 2019 um 8,7 Prozent gesunken und lagen damit 40,8 Prozent unter dem Stand des Referenzjahres 1990. Doch die von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgestellten Zahlen sind natürlich geschönt – nicht von Menschenhand, sondern bedingt durch die von Corona-Lockdowns gedrosselte Wirtschaft und ausgebremste Mobilität.

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Rechnet man diesen Teil aus den Zahlen heraus, hätten sich die Emissionen zwar ebenfalls reduziert, doch das Klimaziel für 2020 wäre verfehlt worden. Die vorgelegte Bilanz verdeutlicht die problematischen Bereiche. Es ist zum einen der Verkehr, der trotz Corona-Effekt nur knapp unter der für 2020 festgelegten Höchstmenge blieb. Zum anderen ist es der Gebäudesektor, in dem der vorgegebene Wert sogar überschritten wurde. Deutschland muss noch an vielen Stellschrauben drehen, um seine relativ ambitionierten Klimaziele tatsächlich zu erreichen.

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