Kommentar über Cybermobbing

Mehr Prävention

Cybermobbing ist ein Verbrecher an der jungen Seele. Es muss klarer bestraft werden. Noch wichtiger ist aber eine Verbesserung der Prävention, meint Norbert Holst.
03.12.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Mehr Prävention
Von Norbert Holst

Peinliche Fotos, dreiste Lügen, wüste Beleidigungen: Schüler, die Opfer von Mobbing im Internet werden, fühlen sich vor allem hilflos. Sie reagieren ganz unterschiedlich, oft mit Leistungsabfall, Niedergeschlagenheit, ja sogar Suizidgedanken. Laut einer aktuellen Umfrage war bereits jeder vierte 13- bis 17-Jährige das Ziel solcher Attacken.

Ein Verbrechen an der jungen Seele

Cybermobbing ist keine Lappalie, es ist ein Verbrechen an der jungen Seele. Zu Recht fordern Fachleute, diese Tat als solche unter Strafe zu stellen – Österreich macht es vor. Die Realität in Deutschland sieht anders aus. Das konkrete Delikt wird mit all seinen juristischen Feinheiten geahndet, etwa Verleumdung ober Verbreitung kinderpornografischer Aufnahmen.

Noch wichtiger ist es, Cybermobbing zu verhindern. Stichwort Prävention. Zwar gibt es – auch in Bremen – Media Coaches zur Unterstützung der Lehrer und spezialisierte Krisenteams für die härteren Fälle. Die Umfrage macht aber auch deutlich: An vielen Schulen wird immer noch zu wenig getan, um das Problem zumindest eindämmen zu können.

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