Kommentar zum Impfdesaster Krise in der Krise

Die EU-Kommission soll den Herstellern von Corona-Impfstoffen klarmachen, dass sie ihrer großen Verantwortung nachkommen müssen, meint Brüssel-Korrespondent Detlef Drewes.
30.01.2021, 05:00
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Krise in der Krise
Von Detlef Drewes

Die Menschen warten händeringend auf den Impfstoff, der längst zum Inbegriff des Sieges über die Pandemie wurde. Da ist kein Platz für technische, organisatorische oder wirtschaftliche Hindernisse der Unternehmen, die die Ampullen herstellen, aus denen die Träume sind. Der vorgelegte Vertrag zwischen Astra-Zeneca und der EU zeigt, dass das Ringen um die Lieferungen mit nüchterner juristischer Rhetorik geführt wird. Das Unternehmen hat viel zugesagt, auch die Einhaltung der vereinbarten Kontingente.

Kein Wort davon, dass eine späte Bestellung auch eine verspätete Auslieferung bedeutet. Für die Unternehmen mögen solche Geschäfte nach den üblichen Regeln laufen, für die Betroffenen – und das sind alle Menschen – geht es um mehr. Da wird eine Nachricht von Produktionsengpässen zur Katastrophe. Es wird Zeit, dass die EU-Kommission den Herstellern ihre große Verantwortung klarmacht. Bei allem Verständnis dafür, dass es immer Fehler geben kann: Aber weitere Pannen müssen ausgeschlossen werden. Es ist die Krise in der Krise.

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