Kommentar zu Kamala Harris

Historische Wahl

Joe Bidens Vizepräsidentschafts-Kandidatin ist nicht schwarz, worauf viele seiner Parteifreunde gedrungen hatten. Dennoch sie bringt alles mit, was man braucht, um erfolgreich zu sein, meint Thomas Spang.
13.08.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Historische Wahl
Von Thomas Spang
Historische Wahl

Mit Kamala Harris wählte er freiwillig die weit und breit am besten qualifizierte Person aus.

John Locher

Der Kandidat konnte nicht anders, aber wollte es auch nicht. Joe Biden beugte sich nicht dem Druck seiner Partei, nach den Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus eine schwarze Frau als Vizepräsidentschafts-Kandidatin zu benennen. Mit Kamala Harris wählte er freiwillig die weit und breit am besten qualifizierte Person aus.

Lesen Sie auch

Mit ihrer Erfahrung als ehemalige Generalstaatsanwältin an der Spitze des mächtigen Justizministeriums von Kalifornien und ihrer intimen Kenntnis als US-Senatorin weiß sie, an den Hebeln der Macht in Washington zu ziehen. Und sie fügt dem demokratischen Wahlkampf genau die Eigenschaften hinzu, die Biden fehlen. Während der 77-Jährige ein Tröster, Versöhner und Gemütsmensch ist, versteht sich Harris auf knallharte Attacken.

Für die US-Demokraten ist es eine Weichenstellung und an die treueste Klientel der ­Partei ein wichtiges Signal, endlich Anteil an der Macht zu haben. Sollte Biden gewählt werden, könnte seine Präsidentschaft im Idealfall als Brücke zwischen dem ersten schwarzen Mann und der ersten schwarzen Frau im Weißen Haus Geschichte schreiben.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+