Kommentar über den Streit um die CO2-Steuer

Konkurrenz

Für AKK beginnt jetzt der entscheidende Teil ihrer Karriereplanung. Der Streit in der CDU offenbart, dass es auf dem Weg ins Kanzleramt noch Konkurrenten gibt, schreibt Hans-Ulrich Brandt.
06.05.2019, 19:48
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Konkurrenz
Von Hans-Ulrich Brandt
Konkurrenz

Die Schonfrist für Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer (links) ist vorbei. Armin Laschet, der Landeschef aus Nordrhein-Westfalen (Mitte), übt Kritik. Links von Laschet steht Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, rechts von ihm Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Kay Nietfeld/dpa

In der CDU ist plötzlich Feuer unterm Dach. Monatelang hatte sich die Partei einträchtig um die neue Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer versammelt, doch nun gibt es Kritik an ihr über die Frage der Einführung einer CO₂-Steuer. Neue Ideen werden gefordert, größere Anstrengungen verlangt, ja sogar von Denkverboten ist die Rede.

Schluss ist mit lustig, die Schonfrist für die Merkel-Nachfolgerin ist vorbei. Für AKK beginnt jetzt der anstrengende und entscheidende Teil ihrer Karriereplanung. Der vom Zaun gebrochene innerparteiliche Streit offenbart, dass es doch den einen oder anderen in der CDU gibt, der sich mit einem Durchmarsch der Saarländerin ins Kanzleramt nicht so einfach abfinden mag.

Die älteren weißen Männer melden sich zu Wort und bieten AKK Paroli. Allen voran der nordrhein-westfälische Landeschef Armin Laschet fährt seiner Vorsitzenden demonstrativ in die Parade. Einfach nur Nein zur CO₂-Steuer zu sagen, ist ihm zu dürftig. Auch Fraktionschef Ralph Brinkhaus, ebenfalls aus NRW, distanziert sich von AKKs Linie. Das Signal an sie ist klar: Der Weg nach ganz oben ist noch nicht frei; es gibt Konkurrenten.

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