DRK-Kreisverbände Verden und Osterholz demonstrieren dem Publikum ihre Arbeit Leistungsschau der Katastrophen-Retter

Landkreis Verden. Vor Kurzem organisierte der DRK Kreisverband Verden gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Osterholz eine Leistungsschau des Katastrophenschutzes auf dem Warwickplatz in Verden. Als Gäste konnte der Präsident des DRK Kreisverbandes Verden, Jörg Bergmann, Vertreter aus Politik auf Bundes-, Landes und Kreisebene begrüßen sowie Vertreter von Verwaltungen, Feuerwehr, Polizei und diversen am Katastrophenschutz beteiligten Hilfsorganisationen.
10.06.2018, 00:00
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Landkreis Verden. Vor Kurzem organisierte der DRK Kreisverband Verden gemeinsam mit dem DRK Kreisverband Osterholz eine Leistungsschau des Katastrophenschutzes auf dem Warwickplatz in Verden. Als Gäste konnte der Präsident des DRK Kreisverbandes Verden, Jörg Bergmann, Vertreter aus Politik auf Bundes-, Landes und Kreisebene begrüßen sowie Vertreter von Verwaltungen, Feuerwehr, Polizei und diversen am Katastrophenschutz beteiligten Hilfsorganisationen. Die Ehrenamtlichen der Katastrophenschutzeinheiten der DRK Kreisverbände Verden und Osterholz bauten ihr komplettes Equipment auf. Sie zeigten den Gästen, wie sich ein Einsatz aufbaut und wie sich die einzelnen Komponenten nach und nach miteinander zu einer großen Einheit verbinden.

Die Leistungsschau begann zunächst mit Interviews und fordernden Fragen des Moderators. Den Anfang machte die 1. Kreisrätin Regina Tryta. Diese machte deutlich, dass der Katastrophenschutz im Landkreis Verden nachhaltig hervorragend organisiert und strukturiert ist. „Wir sind als zuständige Behörde sowohl im Alltagsgeschäft als auch in Sondersitzungen ständig mit allen Vertretern des Katastrophenschutzes im Dialog. So haben wir die qualitätssichernde Kontrolle, dass das erforderliche Material und Personal auf allen Ebenen einsatzbereit ist. Sollte es aufgrund von gesetzlichen Änderungen Handlungsbedarf geben, wird das sofort mit den zuständigen Personen besprochen und gesetzeskonform umgesetzt. Wir sind gemeinsam immer hochaktuell im Thema und werden so der Verantwortung gerecht“, sagte Tryta. Zudem erklärte die 1. Kreisrätin die Arbeit des Katastrophenschutzstabs in der Verwaltung des Landkreises, der die operativen Einheiten im Katastrophengebiet lenkt. „Auch da sind wir als Verwaltung immer im Thema. Wir sitzen mit den Ehrenamtlichen der Katastrophenschutzeinheiten sprichwörtlich in einem Boot. Von daher ist es für uns selbstverständlich, dass man engmaschig miteinander kommuniziert, um die Schnittstellen effektiv zu gestalten. Natürlich nimmt die Arbeit der Ehrenamtlichen im Gesamtverbund des Katastrophenschutzes eine ganz besondere Stellung ein. Für den Einsatz der Ehrenamtlichen sind wir sehr dankbar. Das ist für uns keine Selbstverständlichkeit“, sagte Tryta.

Auch der Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Verden, Dirk Westermann, bekam zum Einstieg die Frage nach der Qualität seines Schlafes hinsichtlich seiner Verantwortung für den Katastrophenschutz gestellt. „Auch ich habe einen hervorragenden Schlaf. Zum einen kann ich mich auf die pragmatische Zusammenarbeit mit der Verwaltung verlassen und weiß durch Einsatzerfahrungen, dass dort eine hohe Kompetenz vorhanden ist. Zum anderen erlebe ich täglich den organisatorischen Aufwand unserer Kreisbereitschaftsleiterin Elke Siemt und ihrem Stellvertreter Roy Alfs. Bei den beiden geht es rund um die Uhr um die Ehrenamtlichen, deren hoch qualifizierte Ausbildung und die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge. Die Entwicklung der Bedrohungslagen hat zu einer sehr hohen Dynamik geführt, der wir ständig gerecht werden müssen und wollen. Der Aufwand und die Anforderungen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Diese Gesamtsituation wird von den Führungskräften hervorragend gemanagt“, sagt Dirk Westermann.

Kreisbereitschaftsleiterin Elke Siemt und ihr Stellvertreter Roy Alfs verbildlichten die zuvor getätigten Aussagen ihres Geschäftsführers und machten deutlich, was ihre wichtigste Aufgabe ist. „Das Hauptaugenmerk liegt auf den Ehrenamtlichen. Die Zusammensetzung der Einheiten und die damit verbundene materielle Ausstattung ist gesetzlich definiert und wird in der Zusammenarbeit mit dem Landkreis prima umgesetzt. Die Akquise und die Begeisterung von Ehrenamtlichen für ein Ehrenamt, das tief und sehr spontan in die Freizeit eingreift, steht allerdings in keinem Gesetz. Die notwendige Motivation bekommen wir nur hin, indem wir die Motive der Ehrenamtlichen erfüllen. Das Hauptmotiv ist das Helfen. Die Basis dafür ist funktionierendes und modernes Material sowie eine sehr gute Ausbildung. Beides sorgt zudem für die notwendige Sicherheit im Einsatz“, sagte Elke Siemt.

Nach den Interviews ging es für alle Beteiligten in das Einsatzgeschehen. Unter der Moderation von Roy Alfs wurde zunächst eine Einsatzübung gefahren. Die Gäste wurden im Anschluss daran in kleinen Gruppen durch die einzelnen Komponenten des Gesamtverbundes geführt. Dort wurde von den zuständigen Ehrenamtlichen der jeweilige Aufbau, das Personal und die daraus resultierenden Arbeitsabläufe erklärt. Die Gäste zeigten sich sehr beeindruckt und stellten viele Fragen. In einem regen Dialog wurde die Komplexität der Katastrophenschutz-Einheiten vor Ort dargestellt.

„Das war eine sehr schöne und intensive Veranstaltung. In absolut transparenter Art und Weise konnte sich jeder unser Gäste sein eigenes Bild von unserer Einsatzbereitschaft machen. Ich wage zu prophezeien, dass auch unsere Gäste in Anbetracht der Bedrohungslagen mit dem Gedanken an unseren Katastrophenschutz sehr gut schlafen können. Sie wissen nun praktisch bestätigt, dass sie sich im Einsatzfall auf starke Einheiten verlassen können“, sagte Dirk Westermann im Resümee der Leistungsschau.

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