Geistige Fähigkeiten des US-Präsidenten

Löwe und Nashorn erkennen: Diesen Test musste Donald Trump bestehen

Präsident Donald Trump ist im Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Fähigkeiten. So bescheinigt es ihm sein Leibarzt. Doch der Test, der das belegt, ruft viel Spott hervor.
18.01.2018, 14:15
Lesedauer: 2 Min
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US-Präsident Donald Trump ist absolut fit für sein Alter. Sagt zumindest sein Leibarzt im Weißen Haus, Doktor Ronny Jackson. Besonders die Herzwerte des 71-Jährigen, Puls und Blutdruck, seien tiptop. Trump rauche nicht, trinke keinen Alkohol, nehme außer Aspirin nur einen Cholesterinsenker und ein Mittel gegen Haarverlust. Nur etwas übergewichtig sei er, und schlafe außerdem sehr wenig.

Doch die eigentlich spannende Frage ist: Wie steht es um Trumps Geisteszustand? In der Vergangenheit wurde immer wieder öffentlich angezweifelt, dass der in Ordnung ist. Vermutlich bestand der Präsident deshalb darauf, dass Jackson auch einen kognitiven Test durchführen sollte. Das Ergebnis: Trump sei im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten. Auch die neurologischen Funktionen seien gut, sagt Jackson, er habe "keinerlei Bedenken".

Als Grundlage für diese Diagnose diente dem Leibarzt das "Montreal Cognitive Assessment" (MoCA-Test). Dieser Test wird unter anderem zur Früherkennung bei Verdacht auf Demenz und Alzheimer angewandt. Dabei geht es unter anderem um Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, Sprache, Rechnen und Orientierung. Jackson sagte, Trump habe mit 30 von 30 Punkten bestanden. Erst unter 27 sehen Mediziner Warnleuchten blinken.

Dies sind zum Beispiel Fragen des Tests:

  • Zeichnen Sie eine Uhr mit allen Zahlen. Die Zeiger sollen auf 10 nach 11 stehen.
  • Nennen Sie mir den Namen dieses Tieres.
  • Ich werde Ihnen jetzt eine Reihe von Buchstaben vorlesen. Jedes Mal, wenn ich den Buchstaben A sage, klopfen Sie einmal mit der Hand auf den Tisch.
  • Sagen Sie mir, was eine Apfelsine und eine Banane gemeinsam haben.
  • Nennen Sie mir das Datum des heutigen Tages.

Und das ist der Test, den Donald Trump bestehen musste, in der deutschen Version. Hätten Sie's geschafft?

Im Netz ergoss sich eine Welle des Spotts angesichts dieser - wie viele meinen - kinderleichten Fragen.

Nichtsdestotrotz: Der MoCa-Test ist ein realer Test, kein Scherz. Der Vorwurf, Trump habe Demenz, ist damit vom Tisch. Der Verdacht vieler seiner Kritiker, Trump sei ein Narzisst und Soziopath, steht auf einem zweiten Blatt. Um das zu widerlegen, bräuchte es einen anderen Test. (ech mit dpa)

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