Öffentlicher Dienst wächst

Mehr Beschäftigte in Kitas

Bremen/Berlin. Trotz Sparkurs in den Haushalten: Der öffentliche Dienst wächst. Mitte Juni 2012 waren 4,62 Millionen Menschen bei Bund, Ländern, Gemeinden oder in der Sozialversicherung tätig. Das waren 0,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
25.07.2013, 15:35
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Mehr Beschäftigte in Kitas
Von Norbert Holst
Mehr Beschäftigte in Kitas

Ein Kleinkind spielt in einer Kita.

dpa

Bremen/Berlin. Trotz Sparkurs in den Haushalten: Der öffentliche Dienst wächst. Mitte Juni 2012 waren 4,62 Millionen Menschen bei Bund, Ländern, Gemeinden oder in der Sozialversicherung tätig. Das waren 0,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Hauptgrund für das leichte Plus ist der Personalzuwachs an Hochschulen und in Kitas. Besonders stark sei der Beschäftigungszuwachs bei den Kitas gewesen. Dort hätten Mitte vergangenen Jahres 5,5 Prozent oder 9200 Menschen mehr gearbeitet als noch 2011. An den Hochschulen seien 2,6 Prozent mehr tätig gewesen, was einem Plus von 12.700 Jobs im Vergleich entsprochen habe. An den Hochschulen sind es nach Angaben der Statistiker hauptsächlich befristete Arbeitsplätze, an den Kitas sei das neue Personal überwiegend auf Dauer eingestellt worden.

Da die Länder für die Hochschulen zuständig sind, hat sich die Zahl der Beschäftigten im Landesbereich um 9600 auf annähernd 2,4 Millionen erhöht. Die Kitas hingegen fallen in den kommunalen Bereich, die rund 1,4 Millionen der öffentlich Bediensteten stellen. Beim Bund gab es hingegen einen Personal-Rückgang um 2,1 Prozent auf 514.000 Beschäftigte. Dies geht nach Angaben der Statistiker vor allem auf das Konto des Verteidigungsressorts. Der Grund: die Reform der Bundeswehr.

Im langfristigen Trend haben Bund, Länder und Gemeinden aber Personal abgebaut. So gab es im Jahr 2000 rund 300.000 mehr Stellen im öffentlichen Dienst als heute. Dennoch sieht etwa der Bund der Steuerzahler (BdSt) Potenzial, weitere Stellen einzusparen. In ihren Sparvorschlägen zum Bundeshaushalt 2013 hat der Posten „Verwaltungs- und Personalkosten“ nach den Subventionen das zweitgrößte Volumen. Laut BdSt ließen sich durch schlankere Verwaltungsstrukturen und weniger Personal rund drei Milliarden Euro jährlich einsparen.

Einen Konflikt um Personalabbau gibt es aktuell bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Langfristig will das Bundesverkehrsministerium einen Teil der bundesweit 12.000 Mitarbeiter durch eine Umstrukturierung der Behörde abbauen. Seit Anfang Juni gibt gegen diese Pläne punktuelle Streiks, von denen auch Bremen und Niedersachsen betroffen waren.

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