Bundesweite Zahlen auf historischem Tief

Mehr Verkehrstote in Bremen und Niedersachsen

Im vergangenen Jahr gab es nicht nur weniger Tote und Verletzte bei Verkehrsunfällen - so niedrige Zahlen wurden sogar seit mehr als 60 Jahren nicht verzeichnet. In Bremen und Niedersachsen steigen die Werte jedoch.
27.02.2020, 08:09
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Mehr Verkehrstote in Bremen und Niedersachsen

In Bremen und Niedersachsen sind im vergangenen Jahr mehr Menschen auf den Straßen gestorben.

Julian Stratenschulte/dpa

Im Gegensatz zum Bundestrend ist die Zahl der Verkehrstoten in Niedersachsen im vergangenen Jahr gestiegen. Landesweit kamen 432 Menschen ums Leben. Dies seien 14 oder 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden am Donnerstag mit. Bundesweit dagegen sank die Zahl auf den tiefsten Stand seit Beginn der statistischen Erfassung vor mehr als 60 Jahren. Insgesamt kamen 2019 in Deutschland 3059 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Dies sind 216 oder 6,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Wie in Niedersachsen stieg auch in Bremen die Zahl der Todesopfer - um zwei auf acht. Eine Erklärung für die vom Bundestrend abweichende Entwicklung in den beiden Ländern nannte das Statistische Bundesamt nicht.

Detaillierte Unfallzahlen für das gesamte Jahr 2019 lägen für Niedersachsen noch nicht vor, sagte ein ADAC-Sprecher. Es deute sich jedoch an, dass die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang innerorts und auf Landstraßen zugenommen habe. Auf Autobahnen könne man dagegen von einem Rückgang der tödlichen Unfälle ausgehen.

Fest steht nach Destatis-Angaben, dass das statistische Risiko, im Straßenverkehr zu sterben (54 Fälle je eine Million Einwohner), in Niedersachsen ebenso wie in anderen Bundesländern mit vielen ländlichen Regionen höher ist als im deutschlandweiten Durchschnitt (37 je eine Million). Denn Landstraßen gelten nach wie vor als die gefährlichste Straßen-Kategorie. In den Stadtstaaten ist deshalb das statistische Risiko, bei Verkehrsunfällen zu sterben, am niedrigsten. In Bremen lag das Risiko 2019 zum Beispiel „nur“ bei zwölf Fällen je eine Million Einwohner.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) wies darauf hin, dass anders als bei anderen Gruppen von Verkehrsteilnehmern die Zahl der getöteten Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland im zweiten Jahr in Folge gestiegen ist. Besonders stark sei der Anstieg bei den Nutzern von Pedelecs (28 beziehungsweise 32,6 Prozent). (dpa)

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