Kommentar über Wahlprognosen in Frankreich

Macron wird um sein Amt kämpfen müssen

Umfragen zufolge bleibt die Rechtsextreme Marine Le Pen die Hauptgegnerin des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Aber es gibt noch einen anderen möglichen Rivalen bei der Wahl, meint Birgit Holzer.
15.05.2021, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Birgit Holzer
Macron wird um sein Amt kämpfen müssen

Wiederauflage des 2017er-Duells: Zwischen Marine Le Pen und Amtsinhaber Emmanuel Macron dürfte sich auch die Präsidentschaftswahl 2022 entscheiden.

ERIC FEFERBERG/dpa

Es hatte so vielversprechend begonnen. Als am 7. Mai 2017 mit Emmanuel Macron ein junger, smarter, proeuropäischer Politiker zum französischen Präsidenten gewählt wurde, kündigte er einen bedeutsamen Wandel an: Er werde der Politikverdrossenheit der Franzosen ein Ende setzen, überkommene ideologische Spaltungen überwinden, das Land modernisieren. Sicher, nicht alle, die ihn wählten, taten dies aus Überzeugung. Viele stimmten in der Stichwahl zwischen Macron und der Rechtspopulistin Marine Le Pen nur für ihn, um sie zu verhindern. Aber sein Aufstieg wurde von einem hoffnungsfrohen Gefühl begleitet. Deshalb erreichte er bei der Parlamentswahl einige Wochen später mit seiner noch jungen LREM-Partei auch eine Mehrheit in der Nationalversammlung. Die damalige Euphorie ist längst verpufft, der Präsident hat enttäuscht. Ein Jahr vor der nächsten Präsidentschaftswahl sehen Prognosen eine Wiederauflage des Duells Macron gegen Le Pen voraus. Zugleich geben in Umfragen rund 80 Prozent der Franzosen an, dass sie genau das ablehnen. Macron konnte die Bürger nicht mit ihren politisch Verantwortlichen versöhnen. Der Spalt zwischen Elite und Volk erscheint größer denn je und der Abstand zu Le Pen ist geschrumpft: Erhielt Macron 2017 noch 66 Prozent der Stimmen, so wären es aktuell nur noch 57 Prozent. Vor vier Jahren konnte er mit seinem Slogan, er stehe „rechts und gleichzeitig links“, auch Linkswähler ansprechen, doch diese haben seine Ankündigung als reines Marketing durchschaut und sich infolge seiner wirtschaftsfreundlichen Reformpolitik massenweise von ihm abgewandt.

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