Nach Explosion in Beirut

Mindestens 130 Verletzte bei Zusammenstößen

Vier Tage nach der verheerenden Explosion im Beiruter Hafen haben Demonstranten zuvor versucht, die Absperrung zum Parlament zu durchbrechen. Bei Zusammenstößen sind mindestens 130 Menschen verletzt worden.
08.08.2020, 18:08
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa
Mindestens 130 Verletzte bei Zusammenstößen

Ein Protestierender wirft Steine in Richtung der Sicherheitskräfte während eines Protests gegen die politischen Eliten.

HASSAN AMMAR

Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten sind in der libanesischen Hauptstadt Beirut mindestens 130 Menschen verletzt worden. 28 von ihnen seien in umliegende Krankenhäuser gebracht, 102 vor Ort behandelt worden, teilte das libanesische Rote Kreuz am Samstag über Twitter mit.

Vier Tage nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut hatten Demonstranten zuvor versucht, die Absperrung zum Parlament zu durchbrechen. Dabei warfen sie Steine. Sicherheitskräfte setzten massiv Tränengas ein, um die Menschen aufzuhalten.

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Im Zentrum Beiruts protestierten Tausende friedlich gegen die politische Führung. Sie machen die Regierung für die Explosion mit mehr als 150 Toten und mehr als 6000 Verletzten verantwortlich.

Einigen Demonstranten gelang es, in das libanesische Außenministerium einzudringen, wie der Fernsehsender MTV berichtete. Auf Bildern des Senders war zu sehen, wie sie ein Bild von Präsident Michel Aoun zertrümmern. Die Aktivisten hängten ein großes Plakat mit dem Slogan „Beirut ist die Hauptstadt der Revolution“ auf.

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