Klimaprotest vor der Tür

Neubauer und Thunberg zum Gespräch bei Merkel im Kanzleramt

Greta Thunberg ist für ihren kompromisslosen Einsatz fürs Klima weltbekannt. Genau zwei Jahre nach ihrem ersten „Schulstreik fürs Klima“ besucht sie Angela Merkel. Schwer vorstellbar, dass sie das Kanzleramt zufrieden wieder verlässt.
20.08.2020, 11:29
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Neubauer und Thunberg zum Gespräch bei Merkel im Kanzleramt

Die Klimaaktivistinnen Greta Thunberg (M) und Luisa Neubauer (r) gehen am Morgen in das Bundeskanzleramt. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Kay Nietfeld / dpa

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist mit Mitstreiterinnen von Fridays for Future bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Berliner Kanzleramt eingetroffen.

Zur Begrüßung hatten sich etwa 20 Demonstranten vor dem Gebäude aufgestellt. Sie begrüßten Thunberg, die deutsche Aktivistin Luisa Neubauer und die Belgierinnen Anuna de Wever van der Heyden und Adélaïde Charlier mit Sprechchören der Klimabewegung wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ und Schildern, die die Politik zum entschiedenen Handeln gegen den Klimawandel auffordern.

Nach dem für rund 90 Minuten angesetzten Gespräch wollten sich die vier Aktivistinnen öffentlich äußern. Merkel wurde später bei Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in dessen Präsidentenresidenz Fort de Brégançon am Mittelmeer erwartet.

Thunberg und Neubauer

Kommen mit Angela Merkel im Bundeskanzleramt zusammen: Luisa Neubauer (l) und Greta Thunberg. Foto: Oliver Berg/dpa

Foto: Oliver Berg / dpa

„Wir werden der Kanzlerin sagen, dass sie sich der Klimakrise stellen muss - vor allem jetzt, da Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft innehat“, hatten die vier Gäste in einem Gastbeitrag für den „Spiegel“ geschrieben. Mittlerweile werde in Führungsetagen weltweit von einer „existenziellen Krise“ gesprochen. „Die Klimakrise wird auf unzähligen Podien und Gipfeltreffen diskutiert.“ Es würden umfangreiche Zusagen gemacht und große Reden gehalten. „Doch wenn es um konkrete Schritte geht, stellen wir fest, dass wir nach wie vor im Stadium der Verweigerung festhängen. Noch nie ist die Klima- und Umweltkrise als Krise behandelt worden.“ (dpa)

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