Kommentar über die Ehe für alle

Neue Familien

Am 1. Oktober 2017 beschloss der Bundestag, dass auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Jetzt können wir darüber reden, inwiefern sich das Adoptionsrecht weiteren Formen von Familie öffnen könnte, meint Kim Torster.
30.09.2018, 20:20
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Von Kim Torster
Neue Familien

10.000 Paare mehr dürfen in Deutschland jetzt theoretisch ein Kind (oder wahlweise auch drei bis vier Kinder) adoptieren.

Ralf Hirschberger/dpa

Vor einem Jahr beschloss der Bundestag, dass auch gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Aus der konservativen Ecke gab es deshalb viel Gemecker. Eine Familie gäbe es nur in einer Konstellation: Mann plus Frau – und im besten Falle noch drei bis vier Kinder. Denn sonst . . . – ja was denn eigentlich? Sodom und Gomorra? Der Untergang des christlichen Abendlandes?

All das ist ausgeblieben. Stattdessen durfte Deutschland im vergangenen Jahr über 10.000 gleichgeschlechtlichen Paaren zur Hochzeit gratulieren. Zwei Drittel davon sind übrigens Paare, die ihre – teilweise schon sehr lange bestehenden – Lebenspartnerschaften in Ehen umwandeln konnten. Und das bedeutet auch: 10.000 Paare mehr dürfen in Deutschland jetzt theoretisch ein Kind (oder wahlweise auch drei bis vier Kinder) adoptieren.

Jetzt können wir darüber reden, inwiefern sich das Adoptionsrecht (ohne seine strengen Auflagen zum Wohle des Kindes zu vernachlässigen) weiteren Formen von Familie öffnen könnte: zum Beispiel guten Freunden, die gemeinsam ein Kind großziehen möchten.

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