Kommentar zu den Kommunalwahlen in NRW

Kein Desaster

Das größte anzunehmende Desaster ist der SPD bei den Kommunalwahlen erspart geblieben, kommentiert Markus Peters. Dortmund, die „Herzkammer der Sozialdemokratie“, wird weiter von einem SPD-Mann regiert.
28.09.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Kein Desaster
Von Markus Peters
Kein Desaster

Mit Thomas Westphal wird Dortmund weiter von einem SPD-Mann regiert.

Anja Cord

Wähler sind nicht leicht zu steuern. Diese Erfahrung mussten die Dortmunder Grünen bei den Stichwahlen in Nordrhein-Westfalen machen. Trotz einer rechnerischen Mehrheit und einer Wahlempfehlung für den CDU-Kandidaten Andreas Hollstein gaben ihre Wähler in der Stichwahl mehrheitlich die Stimme dem SPD-Kandidaten Thomas Westphal und sorgten dafür, dass die „Herzkammer der Sozialdemokratie“ weiter von einem SPD-Mann regiert wird. Das größte anzunehmende Desaster ist der Partei in den Stichwahlen erspart geblieben.

Auch in anderen Städten – wie Gelsenkirchen – setzten sich Sozialdemokraten durch. Daran ändert auch der Verlust des Oberbürgermeister-Postens in Düsseldorf nichts. Die Landeshauptstadt mit ihrem hohen Anteil an bürgerlichen und besserverdienenden Wählern ist lange schon keine SPD-Bastion mehr. Die Wahlempfehlungen der Grünen, die oft den CDU-Kandidaten galten, können nicht überraschen. Tief im Inneren sind sie eine konservative Partei.

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