Kommentar über die Explosionen am Golf Öl ins Feuer

Am Persischen Golf treffen viele Interessen aufeinander. Die Angriffe auf Tanker könnten die angespannte Lage eskalieren lassen, kommentiert Sebastian Krüger.
13.06.2019, 17:07
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Öl ins Feuer
Von Sebastian Krüger

Noch ist unklar, wer genau hinter den Explosionen in der Straße von Hormus steckt. US-Außenminister Pompeo beschuldigte prompt den Iran. Das passt ins Bild. Bereits nach ähnlichen Vorfällen vor wenigen Wochen hatte US-Sicherheitsberater Bolton behauptet, der Iran habe den Persischen Golf mit Seeminen bestückt, ohne Beweise dafür zu liefern. Keine Frage, der Ton zwischen Washington und Teheran verschärft sich, zumal die jüngsten Attacken sich nur 14 Seemeilen von der iranischen Küste entfernt ereigneten. Allerdings bleibt die Frage offen, was der Iran von solch einem brandgefährlichen Angriff hätte.

Das Handfeste an den Zwischenfällen sind die wirtschaftlichen Folgen: Der Ölpreis stieg stark an. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt, gerade für den Öltransport. Teheran hatte in der Vergangenheit bereits damit gedroht, die Straße zu sperren, sollte der Streit um das Atomprogramm eskalieren. Und genau darauf steuern US-Präsident Trump und Teheran weiter zu. Eine tatsächliche Blockade hätte gravierende Folgen für die Welt, besonders aber für den Iran. Die Explosionen sind in jedem Fall eine große Provokation. Fragt sich nur, von wem.

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