Özoguz: Schnellere Asylverfahren

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, hat sich dafür ausgesprochen, mehr Flüchtlinge in ein beschleunigtes Asylverfahren aufzunehmen. „Ich halte es für sinnvoll, die schriftlichen Anhörungen auf weitere Personengruppen mit hoher Anerkennungsquote auszuweiten, zum Beispiel auf alleinstehende Frauen aus Afghanistan, die ohnehin so gut wie nie abgeschoben werden“, sagte sie dem WESER-KURIER.
23.09.2015, 00:00
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Özoguz: Schnellere Asylverfahren
Von Mareike Meyer

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, hat sich dafür ausgesprochen, mehr Flüchtlinge in ein beschleunigtes Asylverfahren aufzunehmen. „Ich halte es für sinnvoll, die schriftlichen Anhörungen auf weitere Personengruppen mit hoher Anerkennungsquote auszuweiten, zum Beispiel auf alleinstehende Frauen aus Afghanistan, die ohnehin so gut wie nie abgeschoben werden“, sagte sie dem WESER-KURIER. Dass durch beschleunigte Verfahren eine Zweiklassengesellschaft unter den Asylbewerbern entstehe, wies Özoguz vehement zurück. Wie die Bundesregierung mitteilte, warteten Ende Juni dieses Jahres 57 443 Asylbewerber seit mehr als einem Jahr auf eine Entscheidung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Etwa 12 000 Menschen warten seit mehr als zwei Jahren. Die meisten von ihnen sind Afghanen.

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