Peking rüstet massiv auf

Tarnkappenbomber, die Anwendung von künstlicher Intelligenz bei Waffensystemen, nuklear angetriebene Flugzeugträger – kurz vor der Sitzung des Nationalen Volkskongresses vergeht kaum ein Tag, an dem in Chinas staatlich gelenkten Medien nicht ausführlich über die neuesten technischen Errungenschaften der Volksbefreiungsarmee berichtet wird. Kein Wunder: Sie soll immer größer und schlagkräftiger werden.
04.03.2018, 00:00
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Peking rüstet massiv auf
Von Felix Lee
Peking rüstet massiv auf

Technisch kann Chinas Armee nicht mit den USA mithalten, das soll sich ändern.

NG HAN GUAN, dpa

Tarnkappenbomber, die Anwendung von künstlicher Intelligenz bei Waffensystemen, nuklear angetriebene Flugzeugträger – kurz vor der Sitzung des Nationalen Volkskongresses vergeht kaum ein Tag, an dem in Chinas staatlich gelenkten Medien nicht ausführlich über die neuesten technischen Errungenschaften der Volksbefreiungsarmee berichtet wird. Kein Wunder: Sie soll immer größer und schlagkräftiger werden. Mit rund 2,3 Millionen Soldaten hat China bereits das zahlenmäßig größte Heer der Welt. Technisch können die Chinesen mit den USA oder auch Russland noch nicht mithalten. Das soll sich aber ändern. Chinas Staatschef Xi Jinping hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die Armee bis Mitte des Jahrhunderts auf Weltklasseniveau zu bringen.

2017 lag der Verteidigungsetat der Volksrepublik bei rund 150 Milliarden US-Dollar, etwa ein Viertel von dem, was die USA ausgeben. Das entsprach dennoch einer Steigerung von mehr als sechs Prozent im Vergleich zu 2016. Anfang Februar hat die Führung in Peking bereits angekündigt, diese Ausgaben weiter steigern zu wollen. Die Erhöhung des Verteidigungshaushaltes wird in der Regel am Tag vor Beginn des Volkskongresses bekannt gegeben, also an diesem Sonntag. Experten zufolge sind die Ausgaben in Wahrheit denn auch sehr viel höher, weil die Ausgaben etwa für die paramilitärische Polizei nicht in den Verteidigungsetat fallen. Ein Teil der Militärausgaben werde auch unter „Forschungsausgaben“ verbucht.

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