Berlin Pflegeberufe: Weg für Reform frei

Berlin. Nach monatelangem Ringen haben Union und SPD einen Kompromiss im Streit über die Reform der Pflegeberufe präsentiert. Demnach soll es künftig zwar wie geplant eine allgemeine Pflegeausbildung für alle Zweige geben, wie die SPD-Bundestagsabgeordneten Carola Reimann und Karl Lauterbach am Donnerstag in Berlin mitteilten.
07.04.2017, 00:00
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Von epd

Berlin. Nach monatelangem Ringen haben Union und SPD einen Kompromiss im Streit über die Reform der Pflegeberufe präsentiert. Demnach soll es künftig zwar wie geplant eine allgemeine Pflegeausbildung für alle Zweige geben, wie die SPD-Bundestagsabgeordneten Carola Reimann und Karl Lauterbach am Donnerstag in Berlin mitteilten. Nach zwei Jahren soll es aber auch möglich sein, sich separat als Kinderkranken- oder Altenpfleger ausbilden zu lassen. „Damit erreichen wir für die Auszubildenden die größtmögliche Entscheidungsfreiheit“, erklärten Reimann und Lauterbach. Den Kompromiss hatten die Fachpolitiker der Koalitionsfraktionen, Georg Nüßlein (CSU) und Karl Lauterbach (SPD), bereits in der vergangenen Woche verhandelt. Erst jetzt gab die SPD aber grünes Licht für die Einigung.

Dem Vorschlag von Nüßlein und Lauterbach zufolge soll die bisherige Ausbildung zum Krankenpfleger in der jetzigen Form abgeschafft und durch die generalistische ersetzt werden. Wer sie drei Jahre lang durchläuft und erfolgreich abschließt, kann dann als Kranken-, Alten- oder Kinderkrankenpfleger arbeiten. Wer sich aber auf Alten- oder Kinderkrankenpflege festlegen möchte, kann nach zwei Jahren in einen spezialisierten Zweig einschwenken. Zudem kann die Ausbildung nach zwei Jahren auch mit dem Abschluss Pflegeassistent beendet werden. Ziel ist es, die Pflegeausbildung für möglichst viele Schüler attraktiv zu gestalten.

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