Kommentar über Erleichterungen für Geimpfte Freuen, nicht feiern

Erleichterungen für Geimpfte und von Corona Genesene sind richtig. So lange aber nur ein kleiner Teil der Bevölkerung geschützt ist, bleibt Rücksichtnahme das Gebot der Stunde, meint Hans-Ulrich Brandt.
07.05.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Freuen, nicht feiern
Von Hans-Ulrich Brandt

Aufatmen hier, neidische Blicke dort. Schürt die Entscheidung des Bundestages, all jenen Lockerungen bei den Corona-Regeln zu gewähren, die entweder geimpft oder von der Virusinfektion genesen sind, eine Neiddebatte?

Genau dazu sollte es nicht kommen. Weiterhin zählt Solidarität. Die Priorisierung beim Impfen war – und ist es bis auf Weiteres noch – sinnvoll. Das bedeutete Rücksichtnahme der Jüngeren auf Ältere. Jetzt kehrt sich dies langsam um: Daher sollten die bereits geimpften Älteren auch Rücksicht auf die noch nicht geimpften Jüngeren nehmen. Was im übertragenen Sinne heißt: Geimpfte dürfen sich freuen, aufs Feiern aber sollten sie verzichten.

Noch ist es mit 8,6 Prozent der Bevölkerung ohnehin nur eine Minderheit, die den vollen Impfschutz hat. Doch es geht – zu unser aller Wohl – voran. Über 30 Prozent haben bereits eine erste Impfung erhalten. Den zweiten Tag infolge wurden über eine Million Menschen geimpft. Astra-Zeneca darf jetzt frei verimpft werden. Mit zunehmendem Tempo wächst die Zuversicht. Bei uns allen.

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