Nach Anschlag in Paris Polizei fahndet weiter nach Tätern

Frankreich in Alarmstimmung: Die Polizei hat eine Großfahndung mit Zehntausenden Beamten nach den flüchtigen Attentätern in Gang gesetzt - noch ohne Erfolg. Der Tag im Überblick.
07.01.2015, 18:29
Lesedauer: 11 Min
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Nach dem Anschlag auf die Pariser Satirezeitung "Charlie Hebdo" sind die Verdächtigen weiter auf der Flucht. Die Polizei hat eine Großfahndung mit Zehntausenden Beamten nach den flüchtigen Attentätern in Gang gesetzt - noch ohne Erfolg. Der Tag im Überblick.

Der Stand der Ermittlungen:

  • Die Polizei sucht die flüchtigen Brüder Said (34) und Chérif Kouachi (32) nordöstlich von Paris in einem Gebiet um die Orte Corcy, Soissons, Senslis, Villers-Cotterêts oder Crépy-en-Valois.
  • Die Behörden vermuten einem islamistischen Hintergrund der Tat.
  • Ein dritter Verdächtiger hat sich heute der Polizei gestellt. Der 18-Jährige soll seine Unschuld beteuern.
  • Heute morgen wurde in Paris eine Polizistin von einem 52-Jährigen erschossen. Auch hier vermutet die Polizei ein islamistisches Motiv.
  • Nach dem Überfall auf die Redaktion der Satirezeitung am Mittwoch wurden landesweit sieben Verdächtige aus dem Umfeld der Terroristen festgenommen.

Die Chronologie des Tages:

+++20.44 Uhr+++ Die französische Regierung hat islamfeindliche Übergriffe nach dem Anschlag scharf verurteilt. Die Regierung werde "keine Tat, keine Drohung" gegen muslimische Einrichtungen tolerieren, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve. Wer solche Taten begehe, werde "gesucht, festgenommen und bestraft".

+++19.58 Uhr+++ Am Sonntag soll in Paris ein internationales Treffen zum Kampf gegen den Terrorismus stattfinden. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte am Donnerstagabend in Paris, er habe seine Kollegen "der am meisten vom Terrorismus betroffenen europäischen Länder" ebenso eingeladen wie US-Justizminister Eric Holder und US-Heimatschutzminister Jeh Johnson.

+++19.15 Uhr+++ Innenminister Bernard Cazeneuve: Bisher hat die Polizei neun Personen festgenommen und 90 verhört.

+++18.55 Uhr+++ Innenminister Bernard Cazeneuve gibt Pressekonferenz: Der
gewaltsame Tod einer Polizistin heute morgen stehe nicht im Zusammenhang mit dem Attentat auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo".

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+++17.40+++ Polizei durchsucht ein Gebiet nordöstlich von Paris: Die Nachricht, die flüchtigen Verdächtigen hätten sich im Ort Crépy-en-Valois in einem Haus verschanzt, war offenbar falsch.

+++17.10 Uhr+++ Großbritannien verschärft Sicherheitsmaßnahmen: Es lägen aber keine geheimdienstlichen Erkenntnisse über konkrete Anschlagspläne vor. "Aus Vorsicht haben wir aber unsere Sicherheitsmaßnahmen an den Grenzen verschärft", sagte ein Regierungssprecher. Er wies darauf hin, dass es eine enge Abstimmung mit den französischen Sicherheitsbehörden gebe. So würden am Pariser Nordbahnhof verstärkt die Züge überwacht, die von dort durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal nach London fahren.

+++16.42 Uhr+++ Bremer Polizei intensiviert Überwachung: Nach dem Terroranschlag in Paris sind auch die Sicherheitsbehörden in Bremen in Alarmbereitschaft.

+++15:35 Uhr+++ Keine eindeutige Zuordnung zu Terrorgruppe: Die beiden flüchtigen Brüder können nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur von den Sicherheitsbehörden bislang nicht klar einer bestimmten Terrororganisation zugeordnet werden. Es gebe bei den Verdächtigen aber vielfältige Bezüge zu Syrien und dem Irak, wo derzeit die Terrormiliz IS stark ist.

+++14.50 Uhr+++ In dem Wagen, den die Täter zurückgelassen haben, wurden laut "AFP" dschihadistische Flaggen und Molotowcocktails gefunden:

+++14.39 Uhr+++ Täter haben sich bei Paris verschanzt: Sie sollen sich in einem Haus im Ort in Crépy-en-Valois nordöstlich der Hauptstadt aufhalten. Das berichtet der französische TV-Sender "France 3". Die Polizei hat laut Medienberichten in Nordfrankreich mittlerweile auch das Fluchtauto der mutmaßlichen Attentäter sichergestellt.

+++14.34 Uhr+++ Französische Elite-Einheiten nordöstlich von Paris zusammengezogen: Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden Elite-Einheiten von Polizei (RAID) und Gendarmerie (GIGN) nach Nordostfrankreich beordert. Der Einsatz lief am Donnerstagnachmittag in der Nähe der Gemeinde Villers-Cotterêts, wo die zwei vermummten und bewaffneten Hauptverdächtigen am Morgen an einer Tankstelle gesichtet worden waren. Die Einheiten sollten Überprüfungen in der Gegend vornehmen, "in der das von den beiden Verdächtigen genutzte Auto aufgegeben wurde", hieß es weiter.

+++14.20 Uhr+++ Solidaritätsbekundung und gemeinsame Trauer in der Bremer Bürgerschaft: Bürgerschaftspräsident Christian Weber lädt am Freitag um 16.30 Uhr zu einer Solidaritätsveranstaltung in das Parlamentsgebäude ein. „Wir möchten den besorgten Menschen einen Raum geben, in dem sie gemeinsam mit anderen ihrer Trauer Ausdruck verleihen können“, sagte Weber. Die Bürgerschaft sei entsetzt und fassungslos über das grausame Verbrechen.

+++14.05 Uhr+++ De Maizière ordnet Trauerbeflaggung für deutsche Behörden an: Bis einschließlich Sonnabend sollen die Flaggen der obersten Bundesbehörden und ihrer Geschäftsbereiche sowie die der Körperschaften öffentlichen Rechts, die dem Bund unterstehen, auf Halbmast hängen, wie das Ministerium in Berlin mitteilte.

+++13:32 Uhr+++ Gedenken am Bremer Rathaus: Bürgermeister Jens Böhrnsen gibt den Bremern die Möglichkeit, sich in einem Kondolenzbuch einzutragen. Das Buch liegt ab heute bis Montag (12. Januar) im Foyer des Bremer Rathauses aus. Böhrnsen verurteilte den Anschlag als einen "grausamen Anschlag auf das Leben unschuldiger Menschen, auf die Menschlichkeit, auf die Presse- und Meinungsfreiheit".

+++13.30 Uhr+++ "Charlie Hebdo" soll kommende Woche trotz des Anschlags erscheinen: "Wir werden weitermachen", sagte der Autor Patrick Pelloux der Nachrichtenagentur AFP. "Wir haben uns entschieden, kommende Woche eine Ausgabe herauszugeben. Wir sind alle einverstanden." Die Mitarbeiter der Zeitung würden von zu Hause aus arbeiten, da die Redaktionsräume wegen der laufenden Ermittlungen nicht genutzt werden könnten. "Wir werden zurechtkommen", sagte Pelloux.

+++13.10 Uhr+++ Solidarität mit Muslimen: Auf Twitter ist unter dem Hashtag #voyageavecmoi eine Bewegung entstanden, bei der Franzosen ihren muslimischen Mitbürgern anbieten, mit ihnen zusammen Bahn oder Bus zu fahren. Heute Nacht war es zu Angriffen auf islamische Einrichtungen und einen Kebab-Laden gekommen.

+++12.53 Uhr+++ Polizeieinheiten auf dem Weg nach Nordfrankreich: Medienberichten zufolge könnten die mutmaßlichen Attentäter von Paris bei ihrer Flucht einen Überfall auf eine Tankstelle in der Region verübt haben, in der sie gesehen wurden. Bei dem Raub an einer Nationalstraße stahlen zwei maskierte Männer Benzin und Essbares. Dann flohen sie, hieß es.

+++12.52 Uhr+++ Die Liste der Toten

+++12.00 Uhr+++ Frankreichs Kirchen gedenken der Opfer: Um 12.00 Uhr läuteten in zahlreiche Kirchen im Land die Glocken, allen voran in der Pariser Kathedrale Notre Dame, wie die Französische Bischofskonferenz in Paris mitteilte. Eine anschließende Messe sei den zwölf Todesopfern des Anschlags und ihren Familien gewidmet. Zudem finden den ganzen Tag über in zahlreichen Pariser Kirchen Friedensgebete statt.

+++11:50 Uhr+++ "Titanic" lässt sich nicht einschüchtern: Das Frankfurter Satiremagazin werde sich von der Attacke nicht einschüchtern lassen, sagte Chefredakteur Tim Wolff am Donnerstag im Hessischen Rundfunk. "Im Moment, da es für uns keine konkrete Bedrohung gibt, haben wir auch keine Angst." Doch gebe es, da die eigene Berufsgruppe betroffen sei, eine "gefühlte Nähe zu den Leuten" in Paris.

+++11.32 Uhr+++ Tatverdächtige von "Charlie Hebdo" gesichtet: Die zwei Verdächtigen des Anschlags sind nach Angaben von Ermittlern in Nordfrankreich gesehen worden. Sie seien bewaffnet und mit einem grauen Clio unterwegs gewesen, hieß es am Donnerstag von Seiten der Ermittler. Demnach hielten sich die beiden im Département Aisne auf. Ein Tankstellenbesitzer bei dem Ort Villers-Cotterêt habe die maskierten und bewaffneten Männer eindeutig erkannt, wie französische Medien berichteten.

+++11.21 Uhr+++ Schweigeminute bei französischen Fußballspielen: Der französische Fußball will mit einer Schweigeminute bei allen Spielen dieses Wochenendes sein Mitgefühl für die Opfer des Terroranschlag zum Ausdruck bringen. Das teilte der nationale Verband am Donnerstag auf seiner Homepage mit.

+++11.12 Uhr+++ Polizistin nach Angriff im Süden von Paris gestorben: Nach dem Angriff auf Polizisten im Süden von Paris ist eine Beamtin an ihren schweren Verletzungen gestorben. Das verlautete am Donnerstag aus Ermittlerkreisen in der französischen Hauptstadt.

+++10.59 Uhr+++ Mehrere Attacken auf muslimische Einrichtungen in Frankreich: Eine Moschee im nordwestfranzösischen Mans sowie ein muslimischer Gebetsraum im südfranzösischen Port-la-Nouvelle seien in der Nacht beschossen worden, teilten am Donnerstag die zuständigen Staatsanwaltschaften mit. Verletzt wurde demnach niemand. Eine absichtlich ausgelöste Explosion gab es nach Polizeiangaben zudem am Donnerstagmorgen vor einem Kebab-Laden nahe einer Moschee im ostfranzösischen Villefranche-sur-Saône.

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+++10.51 Uhr+++ Marine Le Pen befürwortet Referendum über die Todesstrafe: Die Chefin der rechtsextremen Front National (FN), Marine Le Pen, hat erneut ein Referendum über die Todesstrafe in die Debatte gebracht. Sie wolle eine Abstimmung über die Wiedereinführung der Todesstrafe vorschlagen, sollte sie (2017) zur Staatspräsidentin gewählt werden, bekräftigte Le Pen am Donnerstag gegenüber dem Sender France 2. Die Franzosen sollten die Möglichkeit haben, darüber zu entscheiden. Sie persönlich halte es dabei für notwendig, dass die Todesstrafe für die abscheulichsten Verbrechen zum "juristischen Arsenal" gehören sollte, sagte Le Pen nach dem Attentat gegen das Magazin mit zwölf Toten.

+++9.37 Uhr+++ Mann eröffnet Feuer auf Polizisten im Süden von Paris: Einen Tag nach dem Anschlag auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" in Paris hat ein Mann am südlichen Stadtrand mit einem Maschinengewehr das Feuer auf Polizisten eröffnet. Eine Polizistin und ein Mitarbeiter der Stadtreinigung seien lebensgefährlich verletzt worden, hieß es aus Polizeikreisen. Der 52-jährige Angreifer konnte demnach festgenommen werden. Der Hintergrund der Schießerei war zunächst unklar, doch verließ Innenminister Bernard Cazeneuve überstürzt eine Krisensitzung im Elysée-Palast zum Anschlag auf "Charlie Hebdo".

Meldungen über Festnahmen am Morgen

Bereits am Morgen hatte es Meldungen über Festnahmen gegeben. Nach Angaben des französischen Premierministers Manuel Valls befänden sich mehrere Personen in Polizeigewahrsam. Das sagte der Regierungschef am Donnerstagmorgen im Radiosender RTL.

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Aus Justizkreisen hieß es, sieben Menschen befänden sich in Polizeigewahrsam. Valls sagte, die Attentäter seien Polizei und Justiz bekannt. Die Sicherheitsbehörden hätten in der Vergangenheit zahlreiche Gruppen ausgehoben und Attentatsversuche vereitelt. Hunderte Menschen würden überwacht, Dutzende weitere seien inhaftiert worden, sagte Valls. Aber nicht alle Gefahren könnten ausgeschlossen werden. Darin bestehe die Schwierigkeit für die Sicherheitskräfte.

Tausende Beamte im Einsatz

Die französische Polizei fahndet mit tausenden Beamten und Spezialkräften in mehreren Städten nach den Brüdern Said (34) und Chérif K. (32). Ein mutmaßlicher Helfer der beiden Brüder stellte sich nach knapp zwölf Stunden freiwillig der Polizei. Es mehren sich die Anzeichen, dass es sich um ein Attentat mit islamistischen Hintergrund handelt.

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Die Brüder sollen am Mittwochvormittag schwarz vermummt die Redaktion des Magazins mitten in der Hauptstadt gestürmt und unter anderem mit einer Kalaschnikow um sich geschossen haben. Im Kugelhagel waren zwölf Menschen getötet worden, darunter acht Journalisten. Elf Menschen wurden verletzt.

Die Terroristen riefen während des Anschlags "Allah ist groß" und "Wir haben den Propheten gerächt" und "Wir haben Charlie Hebdo getötet". Zudem hätten sie behauptet, zur Terrororganisation Al-Kaida zu gehören.

Hollande ruft Tag der nationalen Trauer aus

Die Sicherheitsmaßnahmen im Großraum Paris wurden massiv verschärft. Der französische Staatspräsident François Hollande ordnete am Donnerstag einen Tag der nationalen Trauer an. Er forderte die Franzosen auf, in dieser schweren Zeit zusammenzustehen.

Die Polizei war mit mehr als 3000 Beamten im Einsatz, um die Flüchtigen zu finden. Spezialkräfte umstellten in der Nacht ein Haus im ostfranzösischen Reims. Der 18-Jährige wurde ebenso verhört wie das Umfeld der verdächtigen Brüder. Die Behörden veröffentlichten im Internet ein Fahndungsplakat, um Zeugen zu finden.

Attentäter vergessen Ausweis im Fluchtwagen

Die Attentäter haben auf der Flucht offenbar einen schweren Fehler gemacht und die Polizei so auf ihre Spur gebracht. Wie die Zeitschrift "Le Point" und die Zeitung "Le Monde" schreiben, vergaß einer der Brüder seinen Personalausweis im Fluchtwagen, als die Attentäter am Rande der Hauptstadt das Auto wechselten.

Chérif K. soll 2008 verurteilt worden sein, weil er im Irak gekämpft haben soll. Die drei Männer sollen aus Paris kommen und die französische Staatsbürgerschaft haben.

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Der 18-jährige mutmaßliche Helfer sei in der Kleinstadt Charleville-Mézière nahe der belgischen Grenze in Polizeigewahrsam, hieß es am frühen Donnerstagmorgen in übereinstimmenden Medienberichten. Er heiße Hamyd M. und soll seine Unschuld beteuert haben. Er habe sich gestellt, weil sein Name in den sozialen Netzwerken genannt worden sei. Mitschüler in Charleville-Mézière sollen Medien zufolge erklärt haben, er sei am Morgen in der Schule gewesen.

"Charlie Hebdo" war mehrfach wegen Mohammed-Karikaturen in die Kritik geraten und angefeindet worden. Erst am Dienstag hatte die Zeitschrift eine Karikatur veröffentlicht, auf der ein islamistischer Terrorist mit einer umgehängten Kalaschnikow auf dem Rücken sagt: "Noch immer kein Attentat in Frankreich, aber man darf sich ja bis Ende Januar was wünschen."

Welt zeigt sich bestürzt

Das Blutbad löste Entsetzen und Abscheu aus. Mehr als 100 000 Franzosen gingen am Mittwochabend landesweit auf die Straßen, um sich mit "Charlie Hebdo" zu solidarisieren. Auch in weltweit bekundeten Tausende in Städten ihre Solidarität, so etwa in Berlin. US-Präsident Barack Obama, Papst Franziskus und Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigten sich erschüttert. Auch islamische Staaten wie Katar und Muslimverbände verurteilten die Tat.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière warnte vor populistischen Brandstiftern in Deutschland. "Terroristische Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun", sagte der CDU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". Attentate wie das von Paris richteten sich gegen die gesamte Gesellschaft und ihre Werteordnung. In Deutschland sahen Sicherheitskreise keine Anzeichen für erhöhte Terrorgefahr; es herrsche eine "abstrakt hohe" Gefährdung.

Mehrere französische Blätter druckten am Donnerstag eine fast schwarze Seite Eins. Die eher linke "Libération" schrieb auf schwarzem Grund: "Nous sommes tous Charlie" (Wir sind alle Charlie). Die konservative Zeitung "Le Figaro" titelt: "La Liberté assassiné" (Die ermordete Freiheit). Das Blatt "Le Parisien" schrieb auf der Eins: "Ils ne tueront pas la liberté" (Sie werden die Freiheit nicht töten).

Eine Reihe deutscher Zeitungen druckte Mohammed-Karikaturen und andere religionskritische "Charlie Hebdo"-Zeichnungen nach. Unter der Schlagzeile "Vive la liberté" ("Es lebe die Freiheit") bestreitet die Berliner Zeitung "B.Z." die gesamte Titelseite ihrer Donnerstagausgabe mit Titelbildern des Magazins. "Wir veröffentlichen die Satire von Charlie Hebdo aus Respekt vor den Ermordeten, die die Meinungsfreiheit verteidigten", heißt es in einer Erklärung der Zeitung an ihre Leser. Auch andere Blätter zeigen Zeichnungen.

Drei französische Medienhäuser sagten der Satirezeitschrift Hilfe zu. Der staatliche Hörfunk und das Fernsehen sowie die Tageszeitung "Le Monde" erklärten, sie wollten dem Magazin das notwendige Personal und Sachmittel zur Verfügung stellen. Ihre Mitteilung trägt die Überschrift: "Damit Charlie lebt."

(dpa/afp)

Einen Kommentar von WESER-KURIER Chefredakteur Peter Bauer lesen Sie hier.

Ein Dossier zu dem Terroranschlag finden Sie hier.

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