Türkischer Präsident zu Besuch in Deutschland Protest gegen Erdogan: Tausende demonstrieren in Berlin

Mehrere tausend Menschen haben während des Staatsbesuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Berlin gegen dessen Politik demonstriert.
28.09.2018, 18:55
Lesedauer: 1 Min
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Mehrere tausend Menschen haben während des Staatsbesuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Berlin gegen dessen Politik demonstriert. Der Protest stand am Freitagnachmittag unter dem Motto: "Erdogan not welcome". Die Teilnehmer waren vor allem deutscher, türkischer und kurdischer Herkunft. Die Polizei sprach von einer Teilnehmerzahl im mittleren vierstelligen Bereich, die Veranstalter von 8000 Teilnehmern.

Der zweite Tag des Staatsbesuchs von Erdogan war in Berlin begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot, Straßensperrungen und Staus. 4200 Polizisten aus Berlin, sieben weiteren Bundesländern und der Bundespolizei waren im Einsatz. Erdogan war am Donnerstag zum Staatsbesuch in Berlin eingetroffen und sollte am Samstag weiter nach Köln fliegen.

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Bei der Demonstration war die Stimmung friedlich. Auf Transparenten stand: "Keine Deals mit Erdogan - Rüstungsexporte stoppen" und "Schluss mit dem Genozid gegen die kurdische Gesellschaft". Die Demonstranten skandierten auf türkisch "Schulter an Schulter gegen den Faschismus" und auf deutsch "Hoch die internationale Solidarität".

Am Donnerstagabend war es bei einer Demonstration gegen Erdogan in Berlin-Kreuzberg zu kleineren Gewaltausbrüchen gekommen. Einige der rund 150 Teilnehmer vermummten sich nach Angaben der Polizei, warfen Steine auf Polizisten und riefen kurdische Parolen. Die Randalierer beschädigten ein Wartehäuschen einer Bushaltestelle, mehrere Autos und die Scheiben einer Bank. Die Polizei stoppte die Demonstration und nahm acht Verdächtige wegen des Verdachts auf schweren Landfriedensbruch fest. (dpa)

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