Kommentar über die EEG-Reform

Dem EEG fehlt der Turbo

Die Bundesregierung hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz reformiert. Ein großer Wurf ist ihr allerdings nicht gelungen, meint Norbert Holst.
18.12.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Dem EEG fehlt der Turbo
Von Norbert Holst

Erst wenige Tage ist es her, da hat die EU beim Klimaschutz ein Zeichen gesetzt. Auf ihrem Gipfel verständigten sich die Regierungschefs darauf, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken. Die nun beschlossene Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes kann daran nicht anknüpfen. Es gibt ein paar punktuelle Verbesserungen, etwa bei der Förderung von Altanlagen oder Ökostrom für Mieter, doch Schwarz-Rot zaudert, den Turbo zuzuschalten.

Lesen Sie auch

Und der wäre dringend nötig, wenn Deutschland das ehrgeizige nationale Ziel von 65 Prozent Ökoanteil am Stromverbrauch bis 2030 schaffen will. Die Realität sieht anders aus. Beispiel Offshore-Windenergie: Nur schlappe 219 Megawatt sind im ersten Halbjahr 2020 installiert worden, bei annähernd 7800 Megawatt Leistung insgesamt. Auch der Ausbau der Windenergie an Land verläuft schleppend: Grund sind langwierige Genehmigungsverfahren, fehlende Flächen, Klagen von Bürgerinitiativen. Zu allem Überfluss sitzt der größte Bremser im Wirtschaftsministerium: Ressortchef Peter Altmaier.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+