Kommentar über die Kölner Angriffe Respekt vor Frauen lernen

Männer, die Frauen Gewalt antun, sie sexuell belästigen, müssen bestraft werden – egal, wie viel Alkohol sie getrunken haben und egal, aus welchem Land sie stammen oder welcher Religion sie angehören.
08.01.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Respekt vor Frauen lernen
Von Ruth Gerbracht

Eine solche Respektlosigkeit habe er in 29 Dienstjahren noch nie erlebt, erklärte ein Polizist nach den widerwärtigen Übergriffen am Kölner Hauptbahnhof. Eine fröhliche Silvesternacht endete für viele Frauen mit Angst, Gewalt und Obszönitäten. Diese Frauen haben ein Szenario erlebt, das sie nie vergessen werden.

Die Sorge, dass Nordafrikaner oder Araber nun pauschal als dunkle Bedrohung für deutsche Frauen angesehen werden könnten, ist momentan so groß, dass viele das Thema Flüchtlinge im Zusammenhang mit den Kölner Gewalttaten trotz der vorliegenden Anzeigen und Zeugenaussagen eher umgehen. Man wisse schließlich noch nichts Genaues, heißt es immer wieder.

Diese Vorsicht ist einerseits verständlich und richtig, denn nur zu gerne nehmen die unverbesserlichen Rechten in diesem Land die kriminellen Vorgänge zum Anlass, ihre „Ausländer-raus-Rufe“ noch lauter anzustimmen. Dennoch darf man nicht verschweigen, dass dass nach Aussagen der Opfer die Täter aus nordafrikanischen und arabischen Ländern stammen sollen.

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Männer, die Frauen Gewalt antun, sie sexuell belästigen, müssen bestraft werden – egal, wie viel Alkohol sie getrunken haben und egal, aus welchem Land sie stammen oder welcher Religion sie angehören. Die Herkunft der Täter darf nicht verschwiegen werden. Übergriffe, wie sie in Köln geschehen sind, verletzen nicht nur den Schutzraum von Frauen, sondern sind auch ein Angriff auf die Freiheit der Frauen. Und diese gilt es zu schützen – auch mit unserer Unterstützung. Innerhalb einer intensiven Integrationsarbeit müssen Flüchtlinge lernen, unser Wertesystem zu akzeptieren. Sie müssen lernen, dass Frauen hier den gleichen Respekt genießen wie Männer. Nicht mehr und nicht weniger. ruth.gerbracht@weser-kurier.de

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