Deutschlandweite Kundgebungen

Rund 2000 Teilnehmer nehmen an „Bunte Westen“-Demos teil

Die „Gelbwesten“-Proteste haben sich in Frankreich zu einer mächtigen Bewegung entwickelt. Nun macht ein Protestbündnis auch in Deutschland verstärkt mobil.
16.02.2019, 16:51
Lesedauer: 1 Min
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Rund 2000 Teilnehmer nehmen an „Bunte Westen“-Demos teil

Rund 2000 Menschen haben sich am Samstag an den Protestkundgebungen beteiligt.

Paul Zinken/dpa

Nach dem Vorbild der französischen "Gelbwesten" haben in vielen deutschen Landeshauptstädten die "Bunten Westen" demonstriert. Addiert man die Angaben von Polizei und Beobachtern, versammelten sich am Samstag rund 2000 Menschen bei den Protestkundgebungen. Die "Aktion #Bunte Westen" fordert bundesweit bessere Arbeitsbedingungen, bessere Bildung und Pflege. Zu den Demonstrationen in 14 Städten unter dem Motto "Wir sind Viele. Wir sind vielfältig. Wir haben die Schnauze voll!" hatte die Sammlungsbewegung "Aufstehen" der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht aufgerufen.

An einer Kundgebung in Berlin beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 500 Menschen. Mehrere Hundert Teilnehmer kamen in Hamburg, Kiel und Schwerin zusammen. In der Innenstadt von Magdeburg zählte die Polizei rund 100 Teilnehmer. Es habe sich um eine friedliche Kundgebung gehandelt, teilte die Polizei mit. Auch in Erfurt trafen sich nach Polizeiangaben rund 100 Menschen zu einer Kundgebung. Menschen mit farbigen Westen seien allerdings nur vereinzelt darunter gewesen, sagte ein Sprecher.

Eine Kundgebung in Mainz erwies sich als Flop. Nur drei Menschen folgten dort dem Aufruf, wie die Polizei mitteilte. "Wahrscheinlich liegen die Prioritäten der Mainzer in Zeiten der Fastnacht anders", sagte eine Sprecherin. Gleichzeitig mit der Kundgebung feierten zehntausend Menschen in Mainz den Start in die Straßenfastnacht.

Die im Sommer 2018 gegründete Bewegung "Aufstehen" hat bundesweit nach eigenen Angaben inzwischen rund 170.000 Mitglieder. Vorbild für die "Aktion #Bunte Westen" ist die "Gelbwesten"-Bewegung in Frankreich, die im November 2018 mit Protesten gegen geplante Benzinpreiserhöhungen begonnen hatte. Inzwischen richtet sie sich aber allgemein gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung von Präsident Emmanuel Macron. (dpa)

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