Mehrere Verletzte

Schwere Zusammenstöße bei „Black Lives Matter“-Protest in Seattle

Nach wochenlangen Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in Portland ist in Seattle zu schweren Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.
26.07.2020, 15:15
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa
Schwere Zusammenstöße bei „Black Lives Matter“-Protest in Seattle

Polizisten sprühen in der Nähe des Seattle Central Community College Pfefferspray auf Demonstranten.

Ted S. Warren/AP/dpa

Nach wochenlangen Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in Portland (Oregon) ist es in Seattle im US-Bundesstaat Washington zu schweren Zusammenstößen gekommen. Die Polizei teilte am Samstagabend (Ortszeit) mit, 45 Menschen seien in Zusammenhang mit Ausschreitungen festgenommen worden. Nach diesen Angaben wurden 21 Polizisten durch Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper verletzt.

Demonstration gegen Rassismus · USA

Während einer Protestkundgebung der Black Lives Matter in Seattle ist es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

Foto: Ted S. Warren/AP/dpa

In Portland im Nachbarstaat Oregon kam es die 58. Nacht in Folge zu Protesten. Der lokale Sender KOIN berichtete, Sicherheitskräfte des Bundes hätten in der Nacht zu Sonntag Tränengas eingesetzt. Demonstranten hätten Feuerwerkskörper auf das Gebäude eines Bundesgerichts geworfen, einer davon sei in einer Menschenmenge detoniert. In einem politisch sehr ungewöhnlichen Schritt hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump gegen den erklärten Willen der Stadt Sicherheitskräfte des Bundes nach Portland entsandt.

Demonstration gegen Rassismus in Seattle

Eine Person wird von Polizisten bei einer Protestkundgebung festgenommen.

Foto: Ted S. Warren/AP/dpa

Demonstranten in Portland fordern den Abzug dieser Sicherheitskräfte. Der geschäftsführende Vize-Minister für Heimatschutz, Ken Cuccinelli, sagte dem Sender Fox News am Sonntag: „Das sind keine friedlichen Demonstranten, das sind gewalttätige Anarchisten.“ Auch in anderen US-Metropolen wie Los Angeles und Austin kam es am Wochenende zu Demonstrationen. Ausgelöst wurden die Proteste durch den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis vor zwei Monaten.

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