„Überversorgung besonders in Städten“ SPD-Experte will Kliniken schließen

Frankfurt/Main (wk). Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach setzt sich für eine Schließung von Krankenhäusern in Deutschland ein. „Durch eine Reduzierung der Zahl der Kliniken würden wir die Versorgung sicher nicht verschlechtern“, sagte Lauterbach der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
03.11.2013, 00:00
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Von WESER-KURIER

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach setzt sich für eine Schließung von Krankenhäusern in Deutschland ein. „Durch eine Reduzierung der Zahl der Kliniken würden wir die Versorgung sicher nicht verschlechtern“, sagte Lauterbach der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Es gebe stellenweise eine Überversorgung in Deutschland, vor allem in den Städten. Zudem würden viele Eingriffe in den Häusern „nur gemacht, weil sie Geld bringen“, kritisierte Lauterbach. Der SPD-Politiker plädierte außerdem dafür, Daten über die Qualität der Kliniken zu veröffentlichen. „Jeder Patient sollte vor seiner Behandlung genau erfahren, wie sein Krankenhaus bei dieser Behandlung dasteht im Vergleich zum Durchschnitt“, sagte er. „Diese Daten gibt es, aber sie sind zur Zeit nicht öffentlich.“ Das müsse sich ändern. Lauterbach verhandelt für die SPD das gesundheitspolitische Programm einer möglichen großen Koalition. Der Verhandlungsführer auf Seiten der CDU, Jens Spahn, wollte sich nach „FAS“-Angaben nicht dazu äußern, wie viele Kliniken Deutschland braucht.

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