"Wir sind Charlie" Tausende Menschen bei Solidaritätskundgebungen

Nach dem Anschlag auf das religionskritische Satireblatt «Charlie Hebdo» sind in Paris und in anderen französischen Städten Tausende Menschen zu Solidaritätskundgebungen zusammengekommen.
07.01.2015, 19:56
Lesedauer: 1 Min
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Zehntausende Menschen haben am Mittwochabend in ganz Frankreich bei Trauerkundgebungen der zwölf Opfer des Anschlags auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" in Paris gedacht. In der Hauptstadt versammelten sich am Platz der Republik mehr als 5000 Menschen, wie die Polizei mitteilte.

In der Menge hielten manche Schilder hoch mit der Aufschrift "Ich bin Charlie", andere hatten Kerzen mitgebracht. In Lyon kamen laut Polizei bis zu 15.000 Menschen zusammen, im südfranzösischen Toulouse waren es etwa 10.000. In beiden Städten riefen Menschen "Charlie", in Toulouse wurden Stifte als Zeichen für die Meinungs- und Pressefreiheit hochgehalten.

Im westfranzösischen Nantes versammelten sich etwa 5000 Menschen, darunter Ex-Premierminister Jean-Marc Ayrault. Mindestens zwei vermummte Angreifer hatten am Mittwochvormittag den Sitz der Satire-Zeitung in Paris angegriffen, die wegen ihrer Mohammed-Karikaturen seit Jahren von Islamisten angefeindet wird.

Zwölf Menschen erschossen die Täter mit ihren Kalaschnikows, die laut Zeugen "Allah Akbar" (Gott ist groß) sowie "Wir haben den Propheten gerächt" riefen. Elf weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Die Angreifer sind nach wie vor flüchtig. Die sozialistische Regierung in Paris stufte den Angriff als "Terroranschlag" ein. (afp)

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