Rechnung des Umweltbundesamts Tempolimit gut für Klimaschutz

Das Umweltbundesamt hat eine neue Berechnung veröffentlicht. Demnach würde ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich mindern.
28.02.2020, 12:03
Lesedauer: 1 Min
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Von Teresa Dapp und Sascha Meyer

Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen würde nach neuen Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich mindern. Je nach Ausgestaltung könnten 1,9 Millionen bis 5,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr eingespart werden, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde würde demnach 2,6 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, ein Tempolimit von 130 noch 1,9 Millionen Tonnen - „und zwar sofort und ohne Mehrkosten“, wie UBA-Präsident Dirk Messner sagte. 5,4 Millionen Tonnen CO2 ließen sich sparen, wenn höchstens 100 Kilometer pro Stunde erlaubt wären.

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Die Berechnungen basieren der Umweltbehörde zufolge auf aktuellen Verbrauchsdaten von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Zudem seien Daten der Bundesanstalt für Straßenwesen zu Geschwindigkeiten auf Autobahnen herangezogen worden. 2018 hatten Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auf Autobahnen in Deutschland demnach Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 39,1 Millionen Tonnen CO2 verursacht, teilte das UBA weiter mit. Damit brächte ein Tempolimit von 120 Stundenkilometer eine Einsparung von 6,6 Prozent in diesem Bereich.

Darüber, ob ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sinnvoll wäre, streiten Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) schon lange. „Ein solches Tempolimit ist vernünftig, auch für den Klimaschutz“, sagt Schulze dem „Spiegel“. „Es ist in der Gesellschaft mehrheitsfähig.“

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