2G-Optionsmodell Einlass nur für Geimpfte und Genesene in Hamburg

Der Hamburger Senat hat am Dienstag das 2G-Optionsmodell beschlossen. können Veranstalter entscheiden, ob sie für die Befreiung von Corona-Einschränkungen nur noch Geimpfte und Genesene einlassen.
24.08.2021, 15:40
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Einlass nur für Geimpfte und Genesene in Hamburg
Von Pascal Faltermann

Gastronomie, Clubs, Kneipen und Kultureinrichtungen in Hamburg können ihre Kapazitäten von Samstag nahezu wieder vollständig nutzen, sofern Ungeimpfte keinen Zutritt haben. Der rot-grüne Senat beschloss am Dienstag das sogenannte 2G-Optionsmodell, wonach Veranstalter entscheiden können, ob sie künftig nur noch Geimpfte und Genesene einlassen und dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiterhin das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses Modell bezieht Getestete und damit Ungeimpfte mit ein.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) begründete die Entscheidung damit, dass Geimpfte und Genesene keinen wesentlichen Anteil am Infektionsgeschehen hätten. Er betonte: „Beschränkungen müssen verhältnismäßig sein und dürfen nur so lange erfolgen, wie sie zur Pandemiebekämpfung nötig sind.“

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Die Mitglieder der Bremer Gastro-Gemeinschaft (BGG) haben das Thema in einer Sitzung am Montagabend im Wohninvest Weserstadion lange und kontrovers diskutiert. "Aktuell empfehlen wir den Betrieben, sich an die vom Senat vorgegebene 3G-Regeln zu halten", sagt der BGG-Vorsitzender Oliver Trey. Einen finalen Konsens zu den Vorschriften habe es nicht gegeben. Der Verein zählt nach eigenen Angaben mittlerweile 350 Mitgliedern, die die Modelle aus "moralischen und emotionalen" Gesichtspunkten unterschiedlich bewerten.

Für einige sei die Umsetzung der Regeln eine "existenzielle Frage", sagt Trey. Die BGG wolle sich nun die verschiedenen Optionen in Hamburg und Niedersachsen (drei verschiedene Warnstufen) anschauen und bewerten. Niedersachsen hatte sich von seinem Stufenplan verabschiedet und setzt künftig nicht mehr allein auf Inzidenzwerte zur Beurteilung der Lage.

Die Mitglieder der Bremer Gastro-Gemeinschaft (BGG) haben bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Weserstadion Barbara Trumpf als neue zweite Vorsitzende gewählt. Sie übernimmt das Amt von Sigrid Eggerichs. Neuer Schriftführer ist der Koch Matthias Ahrens. Mit Christian Seidenstücker (Joke Event AG) und Andreas Hoetzel (Restaurant Osteria) will die BGG zwei Kandidaten aus ihren Reihen bei der Plenarwahl der Handelskammer unterstützen. Sie bewerben sich für den Bereich „Sonstige Dienstleistungen“ und „Gastgewerbe und Tourismus“. Die Wahl startet am 13. September.

Die Bremer Gastro-Gemeinschaft zählt nach eigenen Angaben mittlerweile 350 Mitglieder, die sich darauf einigten, eine Konferenz zur Zukunft der Gastronomie im Herbst zu veranstalten. Zudem ist eine Akademie geplant, in der Mitarbeiter aus dem Gastro-Bereich fort- und weitergebildet werden. Themen wie Digitalisierung, Betriebsführung, Kalkulationen, Hygiene, Arbeitsschutz oder Öffentlichkeitsarbeit sollen dort angeboten werden.

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