Kommentar über EU-Beihilfen Unverzichtbar

Auch wenn die nächste Finanzperiode der EU erst 2021 beginnt, Projekte müssen dann spruchreif sein, um Chancen auf Unterstützung zu haben, schreibt Detlef Drewes.
30.05.2018, 22:17
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Unverzichtbar
Von Detlef Drewes

Sie schmücken sich gerne mit fremden Federn – die deutschen Kommunal- und Landespolitiker. Denn fast immer, wenn irgendwo feierlich ein Band durchschnitten wird, um eine neue Straße oder ein großes Infrastrukturprojekt einzuweihen, steckt europäisches Geld mit drin. Das verschweigen die Volksvertreter vor Ort zu oft.

Dass diese Zuschüsse auch in der nächsten Finanzperiode trotz des Brexits weiterfließen, ist eine gute Nachricht – und eine schlechte zugleich. Denn sie dokumentiert auch, dass die Städte und Gemeinden in vielen wichtigen Zukunftsbereichen genauso Nachholbedarf haben wie die Regionen in der europäischen Nachbarschaft.

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Auch in Bremen und Niedersachsen fehlt eine moderne digitale Infrastruktur, suchen Menschen Jobs, leiden Arbeitnehmer unter Stellenstreichungen. Da sind EU-Fördermittel nicht nur willkommen, sondern oft unverzichtbar, weil sie regionale Projekte erst möglich machen. Das darf man auch offen aussprechen. Für Stadt- und Landesväter sollte nun die Arbeit beginnen. Auch wenn die nächste Finanzperiode der EU erst 2021 beginnt, Projekte müssen dann spruchreif sein, um Chancen auf Unterstützung zu haben.

detlef.drewes@weser-kurier.de

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