Kommentar über die Republikaner Eingeknickt

Die Aussichten auf eine Verurteilung Donald Trumps im Impeachment-Prozess haben sich verschlechtert. Eine weitere Radikalisierung der Republikaner ist für die USA eine Katastrophe, meint Thomas Spang.
28.01.2021, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Eingeknickt
Von Thomas Spang

Es verheißt in einem Zweiparteien-System nichts Gutes, wenn die Wähler am Ende nur die Alternative zwischen einer demokratischen Partei und Autokraten haben. Genau das zeichnet sich in den USA ab. Statt sich durch das Impeachment Donald Trumps gewissermaßen im Schleudergang von dessen schmutzigem Erbe zu säubern, knicken traditionelle Republikaner um Minderheitsführer Mitch McConnell im Senat reihenweise ein.

Lesen Sie auch

Aus Angst vor der Rache der Trump-Anhänger bei den nächsten Vorwahlen stimmten alle bis auf fünf Aufrechte dafür, den Prozess gegen den mutmaßlichen Anstifter des Mob-Aufstands vom 6. Januar abzublasen. Dieselben Senatoren, die vor drei Wochen bereit waren, den Willen der Wähler infrage zu stellen, um sich empört von den eigenen Anhängern zu distanzieren, kommen nun zu dem Schluss: alles halb so wild. Für die USA wäre eine weitere Radikalisierung der Republikaner eine Katastrophe. Das Land bräuchte eine starke Mitte-Rechts-Opposition. Stattdessen bewegt sich die Partei weiter nach Rechtsaußen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+