Bremen

Vereine erweitern Sportangebot für Krebskranke

Passend zu den Bremer Krebs-Informationstagen stellten am Sonnabend Bremer Vereine ihr Angebot vor, das auch Erkrankte nutzen können.
12.10.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von SASKIA BÜCKER

Passend zu den Bremer Krebs-Informationstagen stellten am Sonnabend Bremer Vereine ihr Angebot vor, das auch Erkrankte nutzen können.

Sport und Krebs, passt das zusammen? „Ja!“, betonten am Sonnabend zwölf Sportvereine aus Bremen und Niedersachsen und informierten zwischen 11 und 14 Uhr Krebserkrankte, Angehörige und Interessierte. „Wir wollen den Besuchern bewusst machen, dass sich Betroffene nicht in Watte packen müssen, sondern weiterhin Sport treiben können“, sagte Marie Rösler von der Bremer Krebsgesellschaft. Gemeinsam mit den Kollegen vom Landessportbund Bremen organisierte die Leiterin der Beratungsstellen dieses Jahr erstmalig den Krebssporttag.

Zeitlich passend: Am Donnerstag und Freitag fanden die 11. Bremer Krebs-Informationstage statt. Dort hatten Experten aus Wissenschaft und Praxis rund um das Thema Krebs referiert. Anders als früher angenommen, zeigten aktuelle Studien, dass Bewegung, nicht Schonung, für Heilung sowie Selbstwert- und Lebensgefühl förderlich sei, sagte Svenja Held vom Landessportbund. Bisher gebe es im Land Bremen 26 Sportgruppen bei mehreren Vereinen, in denen Erkrankte und Angehörige mit speziell ausgebildeten Übungsleitern trainieren könnten. Die Kosten dafür trage die Krankenkasse. Vom Krebssporttag erhoffen sich die Veranstalter einen Abbau von Hemmungen, Aufklärung und den Zuwachs von Teilnehmern. „Langfristig wollen wir mehr Sportgruppen mit einem Fokus auf Krebserkrankungen anbieten“, sagte Held.

Bevor es am Sonnabend in den zwölf Vereinen ans Schwitzen ging – ob bei Pilates, Wassersport oder Gymnastik – eröffnete Sport- und Innensenator Ulrich Mäurer am Vormittag die Veranstaltung auf dem Rathausplatz. Er lobte die Zusammenarbeit der Bremer Krebsgesellschaft und des Landessportbundes, die seit 25 Jahren Angebote für Krebserkrankte möglich mache. Finanziert wurde der erste Bremer Krebssporttag aus Spenden des Venuslaufes, einer Benefizaktion der Bremer Krebsgesellschaft.

Auch Übungsleiter und Teilnehmer der Sportgruppen waren an der Eröffnung beteiligt: In einem symbolischen Kreis fuhren sie mit dem Rad um die Rolandstatue, bevor es zu den Vereinen ging. Unter ihnen auch Ludwig Pabst: „Fahrradfahren hält fit.“ Mit der Diagnose Prostatakrebs besuchte der 63-Jährige vor drei Jahren zum ersten Mal eine Männersportgruppe des Vereins ATS Buntentor – und blieb begeistert dabei, erzählte er. Der Krebssporttag sei eine gute Idee, um das begleitende Angebot bei Therapie und Nachsorge in der Stadt publik zu machen, so Pabst.

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