Rheinland-Pfalz Volle Wahllokale bei den Landtagswahlen

Stuttgart/Mainz. Bei den beiden wichtigsten Landtagswahlen im Superwahljahr 2011 zeichnet sich eine rege Wahlbeteiligung ab. Seit Sonntagmorgen sind in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz insgesamt elf Millionen Menschen aufgerufen, über neue Landtage abzustimmen.
27.03.2011, 12:10
Lesedauer: 2 Min
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Stuttgart/Mainz. Bei den beiden wichtigsten Landtagswahlen im Superwahljahr 2011 zeichnet sich eine rege Wahlbeteiligung ab. Seit Sonntagmorgen sind in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz insgesamt elf Millionen Menschen aufgerufen, über neue Landtage abzustimmen.

In Hessen haben zudem Kommunalwahlen begonnen. Dort wird auch über die Aufnahme einer Schuldenbremse in die Landesverfassung entschieden. Vor allem vom Votum in Baden-Württemberg, wo 7,8 Millionen Bürger wählen können, werden Auswirkungen auf die Bundespolitik erwartet. Dort war es schon am Vormittag in den Wahllokalen ungewöhnlich voll. Zudem haben mehr Menschen als früher die Briefwahl genutzt. Den letzten Umfragen zufolge könnte es einen Machtwechsel von Schwarz-Gelb zu Grün-Rot geben. Es wäre das Ende einer fast 58 Jahre währenden CDU-Dominanz und nach nur einem Amtsjahr das Aus für Regierungschef Stefan Mappus.

In Rheinland-Pfalz könnte die Wahlbeteiligung ebenfalls höher ausfallen als bei der letzten Landtagswahl. Hier deuten Umfragen auf eine Mehrheit für Rot-Grün hin. Derzeit regiert Deutschlands dienstältester Ministerpräsident Kurt Beck mit absoluter SPD-Mehrheit in dem strukturell konservativen Bundesland. In der Landeshauptstadt Mainz lag die Beteiligung um 11.00 Uhr mit 10,6 Prozent leicht über der vor fünf Jahren (2006: 9,2 Prozent). Die Briefwähler mit eingerechnet, lag die Beteiligung bei 22 Prozent (2006: bei 16,4 Prozent). In Trier lag die Wahlbeteiligung um 11.00 Uhr bei 13,5 Prozent, in Kaiserslautern waren es 8,1 Prozent.

In Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart hatten bis 11.00 Uhr 8,7 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzchen gemacht. Bei der Wahl vor fünf Jahren waren es um diese Zeit nur 6,4 Prozent. In Heidelberg lag die Wahlbeteiligung am späten Vormittag bei 8,4 Prozent, 2006 waren es zur gleichen Zeit nur 4,9 Prozent gewesen.

Die baden-württembergischen Spitzenkandidaten hatten am späten Vormittag in ihren Heimatwahlkreisen ihre Stimme abgegeben. Ministerpräsident Mappus wählte in Pforzheim, Grünen-Spitzenkandidat Winfried Kretschmann in Sigmaringen, SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid in Nürtingen. In Rheinland-Pfalz gab Beck im südpfälzischen Steinfeld seine Stimme ab, seine Herausforderin Julia Klöckner (CDU) in Bad Kreuznach.

Seit der Atomkatastrophe in Japan vor zwei Wochen liegen Grüne und SPD in Baden-Württemberg in den Umfragen klar vor Schwarz-Gelb. Die Linke könnte erstmals in den Stuttgarter Landtag einziehen, die FDP könnte in ihrem Stammland an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

In Rheinland-Pfalz gilt die Rückkehr der Grünen in den Landtag als sicher, aus dem sie 2006 geflogen waren. Weniger Chancen werden den seit 20 Jahren oppositionellen Christdemokraten eingeräumt, ihre Spitzenkandidatin Klöckner zur ersten Ministerpräsidentin des Landes zu machen. (dpa)

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