Vollversammlung beginnt mit Appellen zur Wiedervereinigung

Weltkirchenrat tagt in Korea

Busan. Mit Appellen zur friedlichen Wiedervereinigung Koreas hat gestern im südkoreanischen Busan die zehnte Vollversammlung des Weltkirchenrats begonnen. Wie der Generalsekretär des Rates, der norwegische Pfarrer Olav Fykse Tveit, betonte, werden die 350 Mitgliedskirchen einen Annäherungsprozess zwischen den verfeindeten Teilen des ostasiatischen Landes unterstützen.
31.10.2013, 00:00
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Von STEPHAN CEZANNE

Mit Appellen zur friedlichen Wiedervereinigung Koreas hat gestern im südkoreanischen Busan die zehnte Vollversammlung des Weltkirchenrats begonnen. Wie der Generalsekretär des Rates, der norwegische Pfarrer Olav Fykse Tveit, betonte, werden die 350 Mitgliedskirchen einen Annäherungsprozess zwischen den verfeindeten Teilen des ostasiatischen Landes unterstützen. So sollen in der ersten Jahreshälfte 2014 Christen aus dem Norden Koreas und dem demokratischen Süden am Sitz des Ökumenischen Rates der Kirchen in Genf Gespräche aufnehmen.

Die Versammlung, die unter dem Motto „Gott des Lebens, weise uns den Weg zu Gerechtigkeit und Frieden“ steht, will auch die Kluft zwischen Arm und Reich, den Klimawandel sowie Wege zu einem gerechten globalen Frieden debattieren.

Die Teilnehmer des Christenkongresses kommen aus Asien und der pazifischen Region, Afrika, Europa, dem Nahen und Mittleren Osten, Nord- und Lateinamerika sowie der Karibik. Aus Deutschland nehmen unter anderen der Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Martin Schindehütte, die Bischöfe Martin Hein aus Kassel und Heinrich Bedford-Strohm aus München sowie der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms, der auch Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche ist, teil.

Die Vollversammlung ist das höchste Gremium des Weltkirchenrates. Sie kommt etwa alle sieben Jahre zusammen. Gegründet wurde der Ökumenische Rat der Kirchen 1948 in Amsterdam. Die Mitglieder kommen aus den orthodoxen Kirchen, zahlreichen anglikanischen, baptistischen, lutherischen, methodistischen und reformierten Kirchen sowie vielen Freikirchen.

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