Solidaritätskundgebungen in mehreren Städten Zehntausende Franzosen erinnern an Opfer von Angriffen in Paris

In Frankreich haben am Samstag zehntausende Menschen der Opfer der Angriffe auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" und auf einen jüdischen Supermarkt in Paris gedacht.
10.01.2015, 15:32
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In Frankreich haben am Samstag zehntausende Menschen der Opfer der Angriffe auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" und auf einen jüdischen Supermarkt in Paris gedacht.

Vor der für Sonntag geplanten Großkundgebung in Paris gingen in Nizza, Pau, Orléans und anderen Städten zehntausende Menschen auf die Straße, um den Angehörigen und Freunden der Getöteten ihre Solidarität zu bekunden. Allein in der 80.000-Einwohner-Stadt Pau im Südwesten Frankreichs versammelten sich etwa 30.000 bis 40.000 Menschen. "

Dies ist eine großartige Volksbewegung", sagte Paus Bürgermeister François Bayrou. Der Marsch formierte sich hinter einem Transparent mit der Aufschrift "Wir sind alle Charlie".

Unter dem selben Motto versammelten sich im südfranzösischen Nizza zwischen 23.000 und 30.000 Menschen, die schweigend die Strandpromenade entlangzogen, bevor sie am Denkmal für die Kriegstoten Blumen niederlegten. Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi betonte, die Kundgebung sei von den Bürgern selbst und nicht von Politikern organisiert worden.

In zentralfranzösischen Orléans kamen laut der Polizei 22.000 Menschen zusammen. In Caen in der Normandie versammelten sich rund 6000 Menschen vor dem Friedensdenkmal, wo sie das Lied "Ma Liberté" (Meine Freiheit) von Serge Reggiani anstimmten. Jeweils mehrere tausend Menschen gingen in Lannion, Bourges, Saint-Nazaire und Martigues auf die Straße.

Für Sonntag ist in Paris eine zentrale Kundgebung im Gedenken an die 17 Opfer der islamistischen Anschläge und Geiselnahmen geplant, die am Freitag mit dem Tod der drei Attentäter endeten.

(afp)

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