Aufsichtsrat der Jacobs-Uni hat Findungskommission eingesetzt Zeitplan für Peitgen-Nachfolge

Grohn. An der Jacobs University soll bis Mai 2014 die Nachfolge für den scheidenden Präsidenten Heinz-Otto Peitgen geregelt sein. Dieses Ziel verfolgt der Aufsichtsrat (Board of Governors) nach den Worten der Vorsitzenden Karin Lochte.
20.12.2013, 00:00
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Zeitplan für Peitgen-Nachfolge
Von Jürgen Theiner

An der Jacobs University soll bis Mai 2014 die Nachfolge für den scheidenden Präsidenten Heinz-Otto Peitgen geregelt sein. Dieses Ziel verfolgt der Aufsichtsrat (Board of Governors) nach den Worten der Vorsitzenden Karin Lochte. Die Biologieprofessorin und Direktorin des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts steht seit 2008 an der Spitze des Gremiums.

Vor wenigen Tagen hat der Aufsichtsrat eine Findungskommission eingesetzt. Sie besteht im Kern aus fünf Personen. Neben Karin Lochte gehören ihr an: Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung; Otfried Jarren, Professor an der Uni Zürich; Christian Jacobs, Vorsitzender der gleichnamigen Stiftung, und der frühere Berliner Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner. Hinzugezogen werden der Vorsitzende der Absolventen-Vereinigung der Jacobs-Uni und Vertreter der Professorenschaft.

Bis zum nächsten Meeting des Aufsichtsrates Mitte Februar soll nach Lochtes Darstellung eine Liste möglicher Anwärter auf das Präsidentenamt stehen. Sie könne Persönlichkeiten umfassen, mit denen bereits erste Kontakte aufgenommen werden, als auch solche, die als geeignet betrachtet werden, aber noch nicht angesprochen wurden. Das Board of Governors werde dann eine Entscheidung darüber treffen, mit welchen möglichen Kandidaten konkrete Verhandlungen geführt werden sollen.

Dass das Verfahren zügig vorangetrieben werden muss, versteht sich für Karin Lochte von selbst. „Es ist nicht gut für die Uni, führerlos zu sein“, sagt die Aufsichtsratsvorsitzende mit Blick auf Heinz-Otto Peitgens Ausscheiden zum Jahresende. Lochte ist sich darüber im Klaren, dass die Findungskommission vor einer schwierigen Mission steht. Als für den früheren Jacobs-Präsidenten Joachim Treusch ein Nachfolger zu finden war, brauchte man über ein Jahr, bis mit Peitgen endlich ein Name feststand. Zudem wird sich jeder Anwärter auf den Jacobs-Chefsessel mit den erhöhten Sparzwängen auseinandersetzen müssen, denen die Privathochschule ausgesetzt ist. Wie berichtet, verringert die Jacobs-Stiftung ihre Zuschüsse in den kommenden Jahren. Und auch Bremen hat angekündigt, nach der 2017 auslaufenden Förderperiode keine öffentlichen Gelder mehr in die Einrichtung zu stecken.

Ein Anforderungsprofil für den neuen Chef oder die neue Chefin ist derweil erstellt. Es habe sich gegenüber der Treusch-Nachfolge kaum verändert, so Karin Lochte. Bewerber sollen in der wissenschaftlichen Forschung ausgewiesen sein, über Managementkompetenzen verfügen, zu „strategische Weichenstellungen“ in der Lage sein und die Jacobs-Uni repräsentieren können.

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