Jahresrückblick - Juni 2013 Abriss der Landesbank und Hochwasser in Deutschland

Im Juni kommen die monatelangen Abrissarbeiten an der Bremer Landesbank in ihre entscheidende Phase - seither klafft am Domshof ein Loch. Unterdessen treten mehrere Flüsse über die Ufer - Deutschland steht unter Wasser.
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Abriss der Landesbank und Hochwasser in Deutschland
Von Birgit Bruns

Im Juni kommen die monatelangen Abrissarbeiten an der Bremer Landesbank in ihre entscheidende Phase - seither klafft am Domshof ein Loch. Unterdessen treten mehrere Flüsse über die Ufer - Deutschland steht unter Wasser.

Abriss der Bremer Landesbank

Nach monatelangen Vorarbeiten hat im Juni am Gebäude der Bremer Landesbank der eigentliche Abriss begonnen. Das war eine besondere Herausforderung für die Verantwortlichen - denn das Gebäude stand nur wenige Meter vom Bremer Rathaus, dem Weltkulturerbe, entfernt.

Monatelang war die Landesbank förmlich abgetragen worden - Stück für Stück verschwand das Gebäude am Bremer Domshof. Im Juni kam dann ein Spezialbagger zum Einsatz, der sich regelrecht in den Komplex hineinfraß. Der sogenannte Longfront-Bagger mit seinem 63 Meter langen Arm arbeitete sich langsam vom Domshof Richtung Katharinenstraße voran. Zu Weihnachten war er fertig. Im neuen Jahr kann nun der Bau der neuen Bremer Landesbank beginnen. Mitte 2016 soll das Gebäude fertig sein.

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Bereits im November 2012 hatten die letzten der 400 Bankmitarbeiter das Haus verlassen. Seitdem war das 24.000 Quadratmeter Bürofläche umfassende Gebäude Stück für Stück abgetragen worden. Die Verantwortlichen sprechen von 13 000 Kubikmetern Bauschutt, die alle per Lkw abtransportiert werden mussten.

Abriss und Neubau kosten rund 50 Millionen Euro. Ein großer Batzen Geld geht für den Erhalt der historischen Fassade drauf. Sie steht unter Denkmalschutz. Damit sie nicht umfällt, ist ein Stahlgerüst aufgebaut worden, das mit 13 Meter langen Pfählen im Erdreich verankert wurde.

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Seinen Ursprung hatte das von dem Architekten Wilhelm Martens entworfene Bankgebäude auf der Ecke Katharinenstraße/Liebfrauenkirchhof übrigens im Jahr 1896. 20 Jahre später wurde das erste Mal angebaut und 1969 bis 1972 ein drittes Mal. (Mit Material aus dem WESER-KURIER-Archiv)

Hochwasser in Deutschland

Rekord-Hochwasser in Deutschland - Donau, Elbe und Saale und viele andere Flüsse sorgen im Frühsommer in Süd- und Ostdeutschland sowie in Teilen Niedersachsens für eine Katastrophe. Tausende verlieren in der Jahrhundertflut ihre Existenz, erfahren aber auch viel Hilfe und Unterstützung.

Schon das ganze Frühjahr über hatte es mehr geregnet als sonst. Als dann Ende Mai starker Dauerregen einsetzte, waren die Böden überfordert: Sie konnten die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Das Regenwasser landete in den Flüssen, diese traten nach wenigen Tagen über die Ufer und überschwemmten ganze Landstriche. Besonders brenzlig war die Lage an Donau, Elbe und Saale.

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Die Deiche hielten den tonnenschweren Wassermassen nicht stand und brachen an verschiedenen Stellen. Das Wasser strömte ins Hinterland, Tausende Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. In 55 Landkreisen wurde Katastrophenalarm ausgerufen, vor allem in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Doch die große Not brachte auch etwas Positives mit sich: Aus dem gesamten Bundesgebiet eilten professionelle Katastrophenschützer und freiwillige Helfer in die Hochwassergebiete, um die Betroffenen zu unterstützen. Bis zum 9. Juni 2013 wurden über 75.000 Feuerwehrleute eingesetzt, auch das Technische Hilfswerk entsandte Tausende Helfer.

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Das Bundesinnenministerium meldete Anfang September, dass die Flut in den betroffenen Bundesländern einen Gesamtschaden in Höhe von 6,7 Milliarden Euro verursacht hat. In der Summe sind die Schäden von Privatleuten ebenso enthalten wie die von Unternehmen und Betrieben sowie Schäden an staatlicher Infrastruktur. (Mit Material von dpa)

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