Nicht auf Automatik verlassen

Bei Nebel selbst aktiv werden und Abblendlicht einschalten

Assistenzsysteme für Komfort und Sicherheit in modernen Autos nehmen dem Menschen vieles ab. Doch manchmal ist es besser, selbst einige Schalter zu drücken – etwa bei Nebel.
12.10.2021, 15:06
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Stuttgart (dpa/tmn) – Mit Nebel müssen Autofahrer im Herbst oft rechnen. Wer ein modernes Auto mit Lichtautomatik hat, schaltet dann trotzdem besser per Hand das Abblendlicht ein. Die Auto-Funktion kann nur zwischen Hell und Dunkel unterscheiden, informiert die Prüforganisation Dekra.

Bei Nebel reagiert die Auto-Funktion oft nicht mit Umschalten von Tag- auf Nachtfahrlicht. Damit bleibt das Heck des Autos unbeleuchtet. Und auch die Scheinwerfer nach vorn leuchten schwächer als das Abblendlicht. So ist das Auto von vorn und hinten schwierig zu erkennen.

Was bei Nebel, Schneefall oder Regen vorgeschrieben ist

Laut Gesetz müssen Autofahrer am Tag das Abblendlicht anmachen, wenn Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht erheblich behindern. Das Tagfahrlicht reicht dann nicht mehr aus.

Erlaubt und sinnvoll seien auch Nebelscheinwerfer, so Dekra. Wer dann das Abblendlicht nicht zuschaltet, kann die Eigenblendung verringern. Im Dunkeln rät Dekra dazu, zwischen Nebelscheinwerfern und Abblendlicht zu wechseln, um zu ermittelten, was der beste Kompromiss zwischen Ausleuchtung der Straße und Eigenblendung ist. Auf Fernlicht jedoch verzichten Autofahrer besser. Der Nebel reflektiert das Fernlicht stark, was die Sicht verschlechtert.

Die Nebelschlussleuchte darf nur brennen, wenn Nebel die Sicht unter 50 Meter bringt. Dann darf auch nur maximal Tempo 50 km/h gefahren werden. Immer gilt das Fahren auf Sicht: Man darf nur so schnell fahren, dass das Auto innerhalb der einsehbaren Strecke gestoppt werden kann.

© dpa-infocom, dpa:211012-99-570501/2

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