Gebrauchtwagen-Check Der Renault Captur I (2013 bis 2019)

Manch Neuwagen ist aktuell schwer zu greifen - einen Gebrauchtwagen können Sie im Zweifel gleich vom Hof fahren, wenn Preis und Qualität stimmen. Wie schlägt sich da ein SUV wie der Renault Captur?
21.11.2022, 16:49
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

SUV boomen nach wie vor - abzulesen an den Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes, die für sie einen Marktanteil von knapp 40 Prozent an den Neuzulassungen ausweisen. Auf dieser Welle surfen auch die kleineren SUV, zu denen der Renault Captur zählt.

Vorteil gegenüber manch Neuwagen aber: Findet man das passende Gebrauchtexemplar, ist es direkt verfügbar. Dann zuzugreifen, ist beim Captur mit Blick auf dessen Abschneiden bei der Hauptuntersuchung (HU) grundsätzlich keine schlechte Wahl. Der „Auto Bild Tüv Report 2022“ zählt den Franzosen zu den Kauftipps.

Modellhistorie: Der Captur - technisch eng verwandt mit Konkurrenzmodellen wie Opel Mokka, Ford Ecosport oder Peugeot 2008 - kam 2013 auf den Markt. 2017 führte Renault die Modellpflege durch; an Bord kamen ein halbautomatischer Einparkassistent sowie in den gehobenen Modellvarianten LED-Scheinwerfer. Der hier nicht berücksichtigte Captur II ist seit 2020 im Handel.

Karosserie: Der Renault zählt bei den SUV zu den Kompaktwagen. Er fährt immer mit fünf Türen vor. Von seinem Vorgänger, dem Minivan Modus, hat er das gute Raumangebot und den variablen Innenraum geerbt. Die Rückbank lässt sich verschieben. Varianten gibt es nicht.

Abmessungen (laut ADAC): 4,12 m x 1,78 m x 1,57 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 377 l bis 1235 l.

Stärken: Beim Fahrwerk bedient der Captur ein französisches Klischee: Es ist eher weich abgestimmt, was lässigem Cruisen zugutekommt. In Sachen HU schreibt der Tüv-Report: „Das gute Abschneiden des Captur sollte sich Renault als Vorbild für andere Modelle nehmen.“

Im Kapitel Beleuchtung gibt es kaum Beanstandungen. Die Fahrwerkskomponenten Federn und Dämpfer, Antriebswellen sowie Lenkung schneiden gut ab, ebenfalls die Bremsleitungen, -scheiben und -schläuche. Ölverlust kommt selten vor.

Schwächen: Als HU-Ausreißer benennt der Report zu hohe Mängelquoten der Achsaufhängungen bei der zweiten HU im Fahrzeugalter von fünf Jahren sowie eine zu oft unzulängliche Wirkung der Fußbremse bei der dritten HU. Dann zeigt sich am Fahrwerk vereinzelt auch Rost.

Erhöhte Durchfallquoten bei der Abgasuntersuchungn (AU) weist das kleine SUV nur beim zweiten Pflichtcheck auf.

Pannenverhalten: Auch der ADAC hat nur wenig zu meckern. In seiner Pannenstatistik landet der Captur auf sehr guten Plätzen - mit Ausnahme von Exemplaren des Erstzulassungsjahres 2019, die gut abschneiden. Als Pannenschwerpunkt sind dem ADAC die Anlasser (2016) bekannt.

Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder mit Frontantrieb): 66 kW/89 PS bis 110 kW/150 PS; Diesel (Vierzylinder mit Frontantrieb): 66 kW/89 PS und 81 kw/110 PS.

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - Captur 0.9 TCe 90 eco Xmod Energy (2015); 66 kW/89 PS (Dreizylinder); 85.000 Kilometer; 11.000 Euro.

- Captur 1.5 dCi 90 Expression Energy (2016); 66 kW/89 PS (Vierzylinder); 91.000 Kilometer; 9225 Euro. - Captur 1.2 TCe 120 Intense Energy (2017); 87 kW/118 PS (Vierzylinder); 64.000 Kilometer; 12.350 Euro.

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